Biometrie Vormarsch
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Wie schnell das doch geht. Gerade hat man über das biometrische 2D-Gesichtsbild in Pass und Personalausweis debattiert, steht auch schon die 3D-Erfassung des Gesichts für kommende Generationen der ID-Dokumente auf dem Programm, wie es im Artikel Deutschland setzt internationale Standards bei Biometrie-Reisepässen von Christiane Schulzki-Haddouti anklingt, in dem Christoph Busch vom Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung die 2D-Gesichtsbilder auf einmal als "nicht überwindungssicher" hält und dagegen der 3D-Gesichtserkennung Potenzial einräumt.
Man muss wissen, dass die biometrische Erfassung des Gesichts in 3D nicht nur "Potenzial" für die ID-Dokumente besitzt, sondern mit der wichtigste "Rohstoff" für fortschrittliche Bildverarbeitsungsalgorithmen darstellen, wie sie in der nächsten Stufe der Videoüberwachungstechnik zum Einsatz kommen werden – darüber denken wir dann nach, wenn der Ruf nach "Aufrüstung für die CCTV-Kameras" ertönt.
Ansonsten behalte ich als Eindruck zurück, dass es viel mehr um die "Pole Position" deutscher und europäischer Konzerne auf dem internationalen Markt für Biometrie- und Sicherheitstechnik geht, als um eine behutsame und datenschutzverträgliche Nutzung dieser Techniken, wie es der ausgeladene Andreas Pfitzmann formulierte.
Seiner Einschätzung schloß sich anscheinend auch die Datenschutzbeauftragte für NRW Bettina Sokol an, die laut des Artikels "Biometrie als sehr fehlerunfreundliche Technologie" einschätzt und meinte "Die Merkmale verbrauchen sich schnell." Damit ist gemeint, dass für ein Optimum an Fehlerfreiheit beim Einsatz von Biometrie ein Maximum an biometrischen Merkmalen nötig sei. Andere Kritiker weisen aber darauf hin, dass sich mit der Anzahl der erfassten Merkmale auch die Anzahl der Fehler potenziert. Aber egal, "Biometrie sells", wie wir vom BSI Kongress lernen können. Wie zuletzt ICAMS wies Bettina Sokol darauf hin, dass die Biometrie "Teil einer sich ausweitenden Kontrollinfrastruktur" ist und die neuen Pässe ein "Großversuch an der europäischen Bevölkerung" zur Erprobung biometrischer Techniken. Beides gehört zusammen.
Man muss wissen, dass die biometrische Erfassung des Gesichts in 3D nicht nur "Potenzial" für die ID-Dokumente besitzt, sondern mit der wichtigste "Rohstoff" für fortschrittliche Bildverarbeitsungsalgorithmen darstellen, wie sie in der nächsten Stufe der Videoüberwachungstechnik zum Einsatz kommen werden – darüber denken wir dann nach, wenn der Ruf nach "Aufrüstung für die CCTV-Kameras" ertönt.
Ansonsten behalte ich als Eindruck zurück, dass es viel mehr um die "Pole Position" deutscher und europäischer Konzerne auf dem internationalen Markt für Biometrie- und Sicherheitstechnik geht, als um eine behutsame und datenschutzverträgliche Nutzung dieser Techniken, wie es der ausgeladene Andreas Pfitzmann formulierte.
Seiner Einschätzung schloß sich anscheinend auch die Datenschutzbeauftragte für NRW Bettina Sokol an, die laut des Artikels "Biometrie als sehr fehlerunfreundliche Technologie" einschätzt und meinte "Die Merkmale verbrauchen sich schnell." Damit ist gemeint, dass für ein Optimum an Fehlerfreiheit beim Einsatz von Biometrie ein Maximum an biometrischen Merkmalen nötig sei. Andere Kritiker weisen aber darauf hin, dass sich mit der Anzahl der erfassten Merkmale auch die Anzahl der Fehler potenziert. Aber egal, "Biometrie sells", wie wir vom BSI Kongress lernen können. Wie zuletzt ICAMS wies Bettina Sokol darauf hin, dass die Biometrie "Teil einer sich ausweitenden Kontrollinfrastruktur" ist und die neuen Pässe ein "Großversuch an der europäischen Bevölkerung" zur Erprobung biometrischer Techniken. Beides gehört zusammen.
von rabenhorst - Big Brother,
gepostet am Donnerstag, 12. Mai 2005 um 21:51

