Test für Big Brothers Augen
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Im April hatte Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) anlässlich der Sicherheitsplanungen zur WM 2006 stolz verkündet "Wir haben ein dichtes Sicherheitsnetz geknüpft und werden überall sein, ohne uns als Polizeistaat zu präsentieren". Das ist auch gar nicht mehr nötig bei dem Einsatz an High-Tech in Gestalt von personalisierten RFID-Zugangskarten, Videoüberwachungsinstallationen und der tatkräftigen Unterstützung durch das BKA und den Verfassungsschutz. Und im Januar hieß es von gleicher Seite, "um Ausschreitungen bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland zu vermeiden, wird die Polizei vor den Titelkämpfen vor allem die bundesweit 6800 in der Datei "Gewalttäter Sport" gespeicherten Problem-Fans im Blick haben" (hinzu kommen die Datensätze der englischen Hooligans die von den Briten für die Datenbank zur Verfügung gestellt werden).
Einen Hinweis darauf, wie die Polizei die sie interessierenden Personen im Auge behält, lieferte die Berliner Zeitung im Artikel Überwachung rund um die Uhr zur WM 2006 zur heutigen Sondersitzung der Ständigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder (IMK), deren Vorsitz für das Jahr 2005 Innenminister Rech übernommen hatte.
Denn laut dem Artikel und einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage seitens der CDU zum Sicherheitskonzept für die WM 2006 werden nicht nur alle Zuschauertribünen und die Eingangsbereiche in der Sicherheitszone 1 mit Videokameras überwacht, sondern auch die Innenstädte und Bereiche mit Festanlagen.
Besonders bedeutsam ist neben dem ersten landesweiten Einsatz von RFID für Kontroll- und Identifikationszwecke die erstmalige, direkte Verbindung zwischen der Technik der Videoüberwachung mit der Technisch der biometrischen Gesichtserkennung im großen Stil, denn vor den Monitoren in den Steuerzentren werden zum ersten Mal nicht nur menschliche Operatoren sitzen, sondern spezielle Videoüberwachungskameras werden mit Gesichtserkennungssoftware aufgerüstet sein, wie sie z. B. von Viisage oder A4Vision hergestellt werden.
Über diese Systeme werden dann automatische Abgleiche der erfassten Gesichter mit den digitalen Gesichtsdaten der "Gewalttäter Sport" Datenbank durchgeführt. Das heißt, die Polizei wird jedesmal den Standort und die Aktivitäten eines Objekts der Datenbank feststellen können, sobald es in den Erfassungsbereich dieser Videokameras gerät.
Also prinzipiell eine Methode der Kontrolle und Überwachung, die man auch mit jedem biometrischen Gesichtsbild anwenden kann, das mit der Ausfertigung der neuen Personalausweiskarte in den Datenbanken der Meldeämter gespeichert wird und so perfekter möglich ist, je mehr Gebiete und Städte mit Videoüberwachungskameras "erschlossen" werden.
Beim Bundesinnenministerium ist die Zusammenfassung des Nationalen Sicherheitskonzepts FIFA - WM 2006, in der allerdings die oben angeführten Techniken mit keinem Wort erwähnt werden - stattdessen ist nur von "sonstigen baulichen und infrastrukturelle Vorgaben" die Rede, als PDF herunterzuladen.
Einen Hinweis darauf, wie die Polizei die sie interessierenden Personen im Auge behält, lieferte die Berliner Zeitung im Artikel Überwachung rund um die Uhr zur WM 2006 zur heutigen Sondersitzung der Ständigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder (IMK), deren Vorsitz für das Jahr 2005 Innenminister Rech übernommen hatte.
Denn laut dem Artikel und einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage seitens der CDU zum Sicherheitskonzept für die WM 2006 werden nicht nur alle Zuschauertribünen und die Eingangsbereiche in der Sicherheitszone 1 mit Videokameras überwacht, sondern auch die Innenstädte und Bereiche mit Festanlagen.
Besonders bedeutsam ist neben dem ersten landesweiten Einsatz von RFID für Kontroll- und Identifikationszwecke die erstmalige, direkte Verbindung zwischen der Technik der Videoüberwachung mit der Technisch der biometrischen Gesichtserkennung im großen Stil, denn vor den Monitoren in den Steuerzentren werden zum ersten Mal nicht nur menschliche Operatoren sitzen, sondern spezielle Videoüberwachungskameras werden mit Gesichtserkennungssoftware aufgerüstet sein, wie sie z. B. von Viisage oder A4Vision hergestellt werden.
Über diese Systeme werden dann automatische Abgleiche der erfassten Gesichter mit den digitalen Gesichtsdaten der "Gewalttäter Sport" Datenbank durchgeführt. Das heißt, die Polizei wird jedesmal den Standort und die Aktivitäten eines Objekts der Datenbank feststellen können, sobald es in den Erfassungsbereich dieser Videokameras gerät.
Also prinzipiell eine Methode der Kontrolle und Überwachung, die man auch mit jedem biometrischen Gesichtsbild anwenden kann, das mit der Ausfertigung der neuen Personalausweiskarte in den Datenbanken der Meldeämter gespeichert wird und so perfekter möglich ist, je mehr Gebiete und Städte mit Videoüberwachungskameras "erschlossen" werden.
Beim Bundesinnenministerium ist die Zusammenfassung des Nationalen Sicherheitskonzepts FIFA - WM 2006, in der allerdings die oben angeführten Techniken mit keinem Wort erwähnt werden - stattdessen ist nur von "sonstigen baulichen und infrastrukturelle Vorgaben" die Rede, als PDF herunterzuladen.
von rabenhorst - Big Brother,
gepostet am Mittwoch, 25. Mai 2005 um 16:31

