MSN Spaces kuschelt mit Zensoren
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Na das fügt sich ja nahtlos an die billigen Rechtfertigungen an, die Microsoft abgab, als Microsoft (u. a.) mit dem Vorwurf konfrontiert wurden, sie würden auf Teufel komm raus Geschäfte mit dem Teufel machen, wobei hier mit den Teufeln die Zensoren des chinesischen Regimes gemeint sind. In dem Artikel Microsoft bans 'democracy' for China web users der Financial Times, der pikanterweise auch von MSN Money übernommen wurde, berichtet die FT, dass Microsoft im chinesischen Ableger der MSN Spaces Weblogplattform die Eingabe von Begriffen wie "Demokratie", "Freiheit", "demokratische Bewegung", "Demonstration", "Unabhängigkeit Taiwans" blockiert. Ähnliche Berichte zu dieser Praxis gab es schon im Dezember 2004, z. B. bei BoingBoing.
Chinesische User von MSN Spaces in China bekommen nach Eingabe einer der Begriffe die Fehlermeldung angezeigt:MSN Spaces blog.focus.msn.de betreiben, von denen ZAF in Gähn berichtet, nur einen Funken Verstand, Sensibilität oder politisches Gewissen hätten, dann würden sie es sich vielleicht noch einmal überlegen, wo sie ihr "Weblog" betreiben.
Via Pecking Duck: No "democracy" for Microsoft users in China.
Chinesische User von MSN Spaces in China bekommen nach Eingabe einer der Begriffe die Fehlermeldung angezeigt:
"This item contains forbidden speech. Please delete the forbidden speech from this item." Other phrases banned included the Chinese for "demonstration", "democratic movement" and "Taiwan independence".
Das verwundert auch nicht, denn wie die FT weiter schreibt, sitzt das chinesische Regime bei MSN Spaces immer mit im Boot, weil das Microsoft Angebot ein Joint-Venture mit Shanghai Alliance Investment (Sail) darstellt, einem Ableger der Stadt Shanghai und die MSN Spaces selbst vom Joint-Venture Shanghai MSN Network Communications Technology betrieben wird, an dem Microsoft mit 50% beteiligt ist. Außerdem bietet Microsoft auf dem MSN Portal nur Nachrichten und Artikel an, die von lokalen, chinesischen Partnern stammen, die natürlich nur Inhalte fabrizieren, die den chinesichen Zensoren genehm sind.
MSN verweigerte jeden Kommentar zum Bann der bösen Wörter und lies nur durch das chinesische Joint-Venture verkünden:
"MSN abides by the laws and regulations of each country in which it operates, the MSN Spaces code of conduct forbids the posting of content that 'violates any local and national laws'".
Und wenn die ganzen Polit- und IT-Fuzzis, die ihre "Weblogs" bei Via Pecking Duck: No "democracy" for Microsoft users in China.
von rabenhorst - Big Brother,
gepostet am Samstag, 11. Juni 2005 um 11:14

