Terroristenfalle?
Anhand des Fingerabdrucks (wahlweise auch anhand anderer biometrischer Merkmale) erkennt man selten einen Terroristen, dass weiß wahrscheinlich sogar Otto. In diesem Telepolis-Artikel wird eine Technik vorgestellt, die es “Sicherheitsbehörden” ermöglicht, innerhalb von 3 Minuten verdächtige Personen (Terroristen?), auch ohne Auswertung dieser Merkmale, zu identifizieren.
Wenn ich das richtig verstanden habe, handelt es sich im wesentlichen um eine andere Form eines Lügendetektors. Anhand der Reaktion eines Menschen auf bestimmte Stichwörter (z. B. “briefing” oder “Semtex”), will man gewisse Absichten einer Person innerhalb von drei Minuten erkennen können. Bedeutet dies nun, dass man bei der Einreise in bestimmte Länder nicht mehr nur digitaler Abdrücke der Zeigefinger und digitale Porträtphotos hinterlassen darf, sondern auch noch eine delikate Fragestunde (na gut, drei Minuten) über sich ergehen lassen muss? Und wenn man Pech hat, wird man genau in diesem Moment nervös?
Besonders “gefallen” haben mir folgende Aussagen:
“Die Technik, so wird versichert, sei im Übrigen ganz harmlos. Die Prozedur mache keinen Gebrauch von einem “Profiling”, also von Merkmalen, die eine bestimmte Gruppe kennzeichnen, und sie würde auch keine Verletzung von Menschenrechten mit sich bringen. Aussortiert würden nur Verdächtige, die wirkliche Bewertung müssten dann Menschen vornehmen.”
Aha…
“Davon erhofft man sich bei SDS eine Verfeinerung der Wortkombinationen, um “ein Profil der Reaktion eines normalen Pakistani oder Inders” bilden zu können.”
Wer oder was ist, bitte schön, ein “normaler Pakistani” oder “normaler Inder”? Gibt es auch “normale Deutsche” oder “normale Amerikaner”?
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