Ottos Psychose
Eines unserer deutschesten Eigenschaften ist ja an und für sich, dass wir immer alles hinnehmen und als nun mal so gegeben akzeptieren. Vor allem, wenn es von den Herrschenden kommt. Nachem ich mich heute schon mit DonBoscoe darüber gestritten hatte, dass der bayerische Beckstein meiner Ansicht nach sicherlich nicht schlimmer als unser allseits geliebter Otto sein könne, grübelte ich über die Gründe von Ottos Psychose. Ich denke, wir alle wissen, dass ihm unsere Sicherheit über alles geht - er ist wie unsere Mütter, die nachts nicht schlafen können, wenn sie nicht wissen, wo wir und solange wach bleiben, bis wir wieder zuhause sind. Und dazu noch das Licht im Flur anlassen, damit wir den Heimweg auch ja im Dunkeln finden.
Otto ist da genauso, kann aber leider nur unser großer Bruder sein - er möchte uns gar nicht gehen lassen und am liebsten in ein Gebäude sperren, das so sicher ist wie es die DDR einst war und Nord-Korea heute gottlob noch ist. Mit hohen Mauern und Gitter vor den Fenstern, damit niemand einbrechen kann. Er weiß viel besser als wir, dass die Boote voll sind und alle in unser Heim dringen und alles zerstören wollen, was wir lieben. Er hat auch ein Herz für Ossies. Und damit er uns wiederfinden kann, wenn wir uns verlaufen haben, hätte er am liebsten einen Sender in uns hineinoperiert. Da das derzeit noch nicht geht, bleibt ihm also nur, unsere Telefonate aufzeichnen zu lassen, damit er darauf später Hinweise finden kann, wo wir möglicherweise (Elmar!) sein könnten. Das verhindert zwar nicht, dass uns was zustoßen könnte, aber wenigstens dass man die gemeinen Verbrecher der Gerechtigkeit zuführen kann. Wenn wir erstmal alle UMTS haben, kann er uns aber immer sehen und bei uns sein. Die kriminellen Terrorislamisten kriegen dann eins auf die Mütze.
Otto? Find’ ich gut!
Beckstein wäre doch nur ne schlechte Kopie. Der eignet sich doch höchstens zum Onkel ….

