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Zur Vernehmung bitte

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Ralf Pandorf von LabourNet schildert in letzten LabourNet Newsletter den Vorgang seiner Vernehmung bei der Kripo im Zusammenhang mit der Beschlagnahmung der LabourNet Rechner und Unterlagen. Nach Vorlage des Flugblattes, das Anlass der ganzen Aktion sein soll, auf dem sich nichts von und zu LabourNet befindet - es befand sich nur ein Link zur LabourNet Website auf dem Bekennerschreiben des "Kommandos Paul Lafrague", das sich für das Flugblatt verantwortlich erklärte, folgt die Vernehmung:
Kennen Sie dieses Flugblatt?

Nein, ich kenne es nicht, habe es nicht erstellt oder die Erstellung autorisiert.

Kennen Sie das Kommando Paul Lafrague?

Ich kenne einen Paul Lafrague, aber ein gleichnamiges Kommando ist mir bis zur letzten Woche unbekannt gewesen. Ich kenne auch kein Mitglied dieses angeblichen Kommandos

Gibt es die Möglichkeit, dass wir auf den Datenträgern oder den Unterlagen bei Ihnen irgendetwas dazu finden?

Nein, das ist ausgeschlossen.
Damit endete die Vernehmung, wie Ralf schreibt, immerhin "insgesamt (…) in freundlicher und sachlicher Atmosphäre". D. h. ein Link und keine direkte Verbindung und schwupps, wird die Bude von der Polizei leergeräumt. Die Staatsanwältin scheint aufgrund der Solidaritäts- und Protestbekundungen am Rande des Nervenzusammenbruchs zu stehen - zu Recht. Es scheint mir auch, bei den Sicherheitsbehörden regen sich nach den RAF Dekaden sofort Hummeln in der Hose, wenn es ein Bekennerschreiben gibt, in dem auch noch ein "Kommando" vorkommt.
von rabenhorst - Big Brother, gepostet am Mittwoch, 13. Juli 2005 um 21:20
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