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Sinn und Zweck von Bonus- und Rabattkarten

Dieser Text ist im Cache von metaowl.de - das Original ist hier zu finden.

Haben Sie sich schon einmal gewundert, warum Sie ständig Anrufe von Firmen bekommen, die Ihnen etwas aufschwatzen wollen? Bekommen Sie des öfteren personalisierte Werbung per Brief oder E-Mail, die Ihnen Angebote machen, welche seltsamerweise genau in Ihr Interessengebiet fallen? Dann nehmen Sie wahrscheinlich an einem der unzähligen Rabatt- bzw, Bonusprogramme teil.......


Unter dem Vorwand der Kundenbindung bieten inzwischen Firmen und Geschäfte vom Supermarkt an der Ecke bis zum großen Versandhadel sogenannte Rabattkarten, auch Treue- oder Bonuskarten genannt, an.
Kundenbindung interessiert in diesem Zusammenhang jedoch nicht wirklich. Vielmehr sind es Ihre persönlichen Daten, Ihr sozialer Status, Ihre Einkaufsgewohnheiten, die den Aufwand solcher Programme erst lohnend machen. Datenbanken mit solchen Informationen lassen sich für viel Geld an Firmen verkaufen. Inzwischen bauen ganze Marketingzweige darauf auf.


Aber warum so ein Aufwand? Die Antwort ist in der Gesetzgebung zu finden.
In den USA hat man grundsätzlich keine Rechte an den eigenen persönlichen Daten. Die Rechte liegen bei der Person oder Firma, welche die Daten gesammelt und gespeichert hat.
Das ist in Deutschland zum Glück anders. Hier gehören die persönlichen Daten einem Selbst. Andere dürfen diese Informationen nur nutzen und/oder weitergeben, wenn der/die Betroffene zustimmt. Das allein ist der Grund dafür, das diese Art von Bonusprogrammen existieren.


Für einen Rabatt von mageren 0,5-3,0% unterschreiben heutzutage ein Großteil der Mitbürger so ziemlich alles, was man ihnen unter die Nase hält. Die Einverständniserklärung, das man seine Rechte an den eigenen Daten abtritt, ist auf den Anmeldeformularen natürlich schon vorangewählt. Der zukünftige gläserne Kunde soll sich ja schließlich möglichst garnicht mit diesem Zusatz auseinandersetzen.



Wie funktioniert das System?
Um überhaupt mitmachen zu können, muß der Kunde seine Basisdaten zur Verfügung stellen. Diese umfassen in der Regel den vollständigen Namen, Adresse, Geburtstag und E-Mailadresse.
Natürlich ist dann noch die Zustimmung abzunicken, dass die Daten weiterverwendet werden dürfen. Dabei sollte man sich nicht von Sätzen wie "Die Weitergabe von personenbezogenen Daten an unbefugte Dritte ist ausgeschlossen" blenden lassen. Wer ist denn bitteschön "unbefugt"? Das entscheidet hier einzig und allein der Anbieter der Kundenkarte.


So, die grundsätzlichen Daten hat man damit schon einmal zur Verfügung. Um nun zu gewährleisten, dass auch ständig neue Einträge zu einem persönlichen Datensatz hinzukommen, gibt es zusätzlich zum Rabatt ein ausgeklügeltes Punktesystem.


Für jeden Einkauf gibt es nun eine bestimmte Anzahl an Punkten. Diese kann man irgendwann gegen "Prämien" eintauschen. Damit der Kunde auch möglichst bei jeden Einkauf seine Kundenkarte benutzt, verfallen die Punkte nach einer gewissen Zeit. Damit man also genug Punkte sammeln kann, um die interessanteren "Prämien" zu erhalten, wird der Kunde also immer bestrebt sein, alle Einkäufe mit seiner Kundenkarte abzuwickeln.
Hält man sich als Kunde nun an die vorgegebene Strategie, hat das Unternehmen das erreicht, was es wollte. Es hält nun die personenbezogenen Daten des Kunden in den Händen und weiss darüber hinaus genau, wann der Kunde welches Produkt in welchem Geschäft gekauft hat.


Der gläserne Kunde ist damit Wirklichkeit geworden.

von ospro | blog - Datenschutz, gepostet am Donnerstag, 1. September 2005 um 12:20
Aufgrund der Textinhalte könnten folgende Beiträge thematisch zu diesem Beitrag passen:

Sinn und Zweck von Bonus- und Rabattkarten

Dieser Text ist im Cache von metaowl.de - das Original ist hier zu finden.
Haben Sie sich schon einmal gewundert, warum Sie ständig Anrufe von Firmen bekommen, die Ihnen etwas aufschwatzen wollen? Bekommen Sie des öfteren personalisierte Werbung per Brief oder E-Mail, die Ihnen Angebote machen, welche seltsamerweise genau in Ihr Interessengebiet fallen? Dann nehmen Sie wahrscheinlich an einem der unzähligen Rabatt- bzw, Bonusprogramme teil.......

Unter dem Vorwand der Kundenbindung bieten inzwischen Firmen und Geschäfte vom Supermarkt an der Ecke bis zum großen Versandhadel sogenannte Rabattkarten, auch Treue- oder Bonuskarten genannt, an.
Kundenbindung interessiert in diesem Zusammenhang jedoch nicht wirklich. Vielmehr sind es Ihre persönlichen Daten, Ihr sozialer Status, Ihre Einkaufsgewohnheiten, die den Aufwand solcher Programme erst lohnend machen. Datenbanken mit solchen Informationen lassen sich für viel Geld an Firmen verkaufen. Inzwischen bauen ganze Marketingzweige darauf auf.

Aber warum so ein Aufwand?
Die Antwort ist in der Gesetzgebung zu finden.
In den USA hat man grundsätzlich keine Rechte an den eigenen persönlichen Daten. Die Rechte liegen bei der Person oder Firma, welche die Daten gesammelt und gespeichert hat.
Das ist in Deutschland zum Glück anders. Hier gehören die persönlichen Daten einem Selbst. Andere dürfen diese Informationen nur nutzen und/oder weitergeben, wenn der/die Betroffene zustimmt. Das
allein ist der Grund dafür, das diese Art von Bonusprogrammen existieren.
Für einen Rabatt von mageren 0,5-3,0% unterschreiben heutzutage ein Großteil der Mitbürger so ziemlich alles, was man ihnen unter die Nase hält. Die Einverständniserklärung, das man seine Rechte an den eigenen Daten abtritt, ist auf den Anmeldeformularen natürlich schon vorangewählt. Der zukünftige gläserne Kunde soll sich ja schließlich möglichst garnicht mit diesem Zusatz auseinandersetzen.

Wie funktioniert das System?

Um überhaupt mitmachen zu können, muß der Kunde seine Basisdaten zur Verfügung stellen.
Diese umfassen in der Regel den vollständigen Namen, Adresse, Geburtstag und E-Mailadresse.

Natürlich ist dann noch die Zustimmung abzunicken, dass die Daten weiterverwendet werden dürfen.
Dabei sollte man sich nicht von Sätzen wie "Die Weitergabe von personenbezogenen Daten an unbefugte Dritte ist ausgeschlossen" blenden lassen. Wer ist denn bitteschön "unbefugt"? Das entscheidet hier einzig und allein der Anbieter der Kundenkarte.

So, die grundsätzlichen Daten hat man damit schon einmal zur Verfügung. Um nun zu gewährleisten, dass auch ständig neue Einträge zu einem persönlichen Datensatz hinzukommen, gibt es zusätzlich zum Rabatt ein ausgeklügeltes Punktesystem.

Für jeden Einkauf gibt es nun eine bestimmte Anzahl an Punkten.
Diese kann man irgendwann gegen "Prämien" eintauschen. Damit der Kunde auch möglichst bei jeden Einkauf seine Kundenkarte benutzt, verfallen die Punkte nach einer gewissen Zeit. Damit man also genug Punkte sammeln kann, um die interessanteren "Prämien" zu erhalten, wird der Kunde also immer bestrebt sein, alle Einkäufe mit seiner Kundenkarte
abzuwickeln.
Hält man sich als Kunde nun an die vorgegebene Strategie, hat das Unternehmen das erreicht, was es wollte. Es hält nun die
personenbezogenen Daten des Kunden in den Händen und weiss darüber hinaus genau, wann der Kunde welches Produkt in welchem Geschäft gekauft hat.

Der gläserne Kunde ist damit Wirklichkeit geworden.

von ospro | blog - Datenschutz, gepostet am um 12:20
Aufgrund der Textinhalte könnten folgende Beiträge thematisch zu diesem Beitrag passen:
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