Den Wölfen die Lämmer anvertrauen, Vertrauen einfordern aber nicht geben: Trusted Computing
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Eine neue Worthülse erobert die Welt: "Trusted Computing
". Ein schöner und
unterhaltsamer kleiner Film erläutert das Kernproblem davon:Realiter redet die Industrie dem Verbraucher ein, er müsse ihr Vertrauen schenken; ach was, sie zwingt den Verbraucher dazu: Durch entsprechende technische Vorrichtungen in den Microchips von Computern, die überwachen sollen, daß man keine Raubkopien verwendet. Oder wahlweise Programme, die der Hertseller nicht leiden kann, weil sie böööööse sind und nicht zur Welt der Guten passen wollen ... man spinne diesen Gedanken nur ein wenig weiter ...
Der Benutzer wird gezwungen, einen Teil seiner Entscheidungsfreiheit wenigstens potentiell einem Dritten, eben dem Hersteller, anzuvertrauen.
Der Hersteller dagegen schenkt dem Benutzer seinerseits aber KEIN Vertrauen, sondern entscheidet "zu seinem Besten". Wir kennen die Entscheidungen "zu anderer Besten" gut genug aus unserer eigenen Geschichte. Beispielsweise gab es bis vor sechzehn Jahren ein Land, das eine Mauer um sich gebaut hatte, da Mama Staat sich fürsorglich um seine Bürger sorgte und beschlossen hatte, daß Reisen schädlich sei ...
Vertrauen kann man leider nicht erzwingen. Und warum jemandem Vertrauen schenken, der einem selbst kein Vertrauen schenkt?
Aber das ist jetzt eine Frage, über die man nachdenken müßte. Das ist von einem Volk natürlich viel verlangt. Deswegen lieber weitertraben - na denn, Lämmer, weiter geht's zur Schlachtbank! Und nicht aus der Reihe tanzen!
(via Hugos House of Weblog Horror )
von Uhus *finest-assorted* Weblog Droppings,
gepostet am Sonntag, 18. September 2005 um 12:16

