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Daten-Nichtschutz-Erklärungen bei Versicherungen

Dieser Text ist im Cache von metaowl.de - das Original ist hier zu finden.

Weil ich mich gerade für eine Zahn-Zusatzversicherung interessiere (und meine Krankenkasse da was über eine Privatversicherung versucht mir anzudrehen), hab ich mir mal die Hinweise und Erklärungen durchgelesen. Dabei ist mir dann folgender netter Absatz unter dem Titel “Schweigepflichtentbindungserklärung” aufgefallen:

Mir ist bekannt, dass der Versicherer vor Vertragsschluss Angaben über meinen Gesundheitszustand überprüft, soweit dies bei dem von mir beantragten Vertragsschluss zur Beurteilung der zu versichernden Risiken erforderlich ist und meine Angaben dazu Anlass bieten. Zu diesem Zweck befreie ich Ärzte, Zahnärzte, Angehörige anderer Heilberufe sowie die Beschäftigten in Krankenhäusern und Gesundheitsämtern von ihrer Schweigepflicht, soweit ich in den letzten 10 Jahren vor Antragsstellung untersucht, beraten und behandelt worden bin. Diese Erklärung gilt über meinen Tod hinaus.

Geht noch weiter die Scheisse - aber das spar ich mir. Ganz klasse - der Gesetzgeber streicht die Leistungen der gesetlichen Krankenkasse zusammen. Der Versicherte ist letzten Endes gezwungen eine Zusatzversicherung abzuschliessen, jedenfalls wenn er sich die Behandlungen nicht alleine leisten kann und vorsorgen muss. Dazu muss er dann allerdings mal eben jegliche Schweigepflichten der Privatkasse gegenüber aufheben - und gleich endgültig und sterben gilt auch nicht. Jetzt setzt man den ganzen Kram mal in Relation - ich zahlen ein vielfaches von den läppischen 6.42 Euro die mich die Zusatzversicherung kosten würde an die gesetzliche Kasse. Da aber brauche ich für die Zahnarztleistungen nicht die Schweigepflicht so drastisch und uneingeschränkt aufzuheben (in dem obigen Absatz wird nichtmal die Art der Anfrage auf das medizinische Fachgebiet der Versicherung beschränkt!) - aber für die Privatversicherung muss ich alle Rechte auf meine Daten aufgeben.

Das ist doch komplette Moppelkotze. zorniges Gesicht

Zusätzlich stösst natürlich auch noch auf, das die Versicherung in einem Faltblatt über Zahnzusatzversicherung damit wirbt, das sie z.B. bei Finanz Test mit “sehr gut” getestet wurde - allerdings nicht für Zahnzusatzversicherungen, sondern für “Einbettzimmer-Tarife”. Was ja wirklich ausgesprochen aussagekräftig für die Beurteilung der Zahnzusatzversicherung ist …

von Hugos House of Weblog Horror, gepostet am Freitag, 2. Dezember 2005 um 0:36
Aufgrund der Textinhalte könnten folgende Beiträge thematisch zu diesem Beitrag passen:

Daten-Nichtschutz-Erklärungen bei Versicherungen

Dieser Text ist im Cache von metaowl.de - das Original ist hier zu finden.

Weil ich mich gerade für eine Zahn-Zusatzversicherung interessiere (und meine Krankenkasse da was über eine Privatversicherung versucht mir anzudrehen), hab ich mir mal die Hinweise und Erklärungen durchgelesen. Dabei ist mir dann folgender netter Absatz unter dem Titel "Schweigepflichtentbindungserklärung" aufgefallen:

Mir ist bekannt, dass der Versicherer vor Vertragsschluss Angaben über meinen Gesundheitszustand überprüft, soweit dies bei dem von mir beantragten Vertragsschluss zur Beurteilung der zu versichernden Risiken erforderlich ist und meine Angaben dazu Anlass bieten. Zu diesem Zweck befreie ich Ärzte, Zahnärzte, Angehörige anderer Heilberufe sowie die Beschäftigten in Krankenhäusern und Gesundheitsämtern von ihrer Schweigepflicht, soweit ich in den letzten 10 Jahren vor Antragsstellung untersucht, beraten und behandelt worden bin. Diese Erklärung gilt über meinen Tod hinaus.

Geht noch weiter die Scheisse - aber das spar ich mir. Ganz klasse - der Gesetzgeber streicht die Leistungen der gesetlichen Krankenkasse zusammen. Der Versicherte ist letzten Endes gezwungen eine Zusatzversicherung abzuschliessen, jedenfalls wenn er sich die Behandlungen nicht alleine leisten kann und vorsorgen muss. Dazu muss er dann allerdings mal eben jegliche Schweigepflichten der Privatkasse gegenüber aufheben - und gleich endgültig und sterben gilt auch nicht. Jetzt setzt man den ganzen Kram mal in Relation - ich zahlen ein vielfaches von den läppischen 6.42 Euro die mich die Zusatzversicherung kosten würde an die gesetzliche Kasse. Da aber brauche ich für die Zahnarztleistungen nicht die Schweigepflicht so drastisch und uneingeschränkt aufzuheben (in dem obigen Absatz wird nichtmal die Art der Anfrage auf das medizinische Fachgebiet der Versicherung beschränkt!) - aber für die Privatversicherung muss ich alle Rechte auf meine Daten aufgeben.

Das ist doch komplette Moppelkotze. zorniges Gesicht

Zusätzlich stösst natürlich auch noch auf, das die Versicherung in einem Faltblatt über Zahnzusatzversicherung damit wirbt, das sie z.B. bei Finanz Test mit "sehr gut" getestet wurde - allerdings nicht für Zahnzusatzversicherungen, sondern für "Einbettzimmer-Tarife". Was ja wirklich ausgesprochen aussagekräftig für die Beurteilung der Zahnzusatzversicherung ist ...

von New entries tagged with Owl, gepostet am um 0:36
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