Schöne “PR” für ONYX
Dieser Text ist im Cache von metaowl.de - das Original ist hier zu finden.
Da fällt mein Blick auf eine Headline der tagesschau "Viele Schnüffler leiden unter Stress" und erst auf den zweiten Blick sehe ich, dass sie eigentlich "Viele Schüler leiden unter Stress" lautet.
Aber einige Schnüffler werden zur Zeit auch ziemlich gestresst sein. Nicht nur die CIA-Agenten, die Verdächtige als Folteropferpakete quer durch Europa verschicken oder Leute bei der NSA, die ihre Landsleute für Bush belauschen, sondern auch die Jungs und Mädels der Abteilung "Elektronische Kriegsführung (EKF)", die in der Schweiz die ONYX Abhörstationen betreiben und gegen die auch ermittelt wird, weil aus ihren Kreisen das von ONYX abgefangene Fax – wenn es denn echt ist –, in dem der ägyptische Außenminister an die ägyptische Botschaft in London über Beweise des ägyptischen Geheimdienstes für CIA Folternzentren in europäischen Staaten berichtet, zur Schweizer Sonntagszeitung SonntagsBlick gelangt ist, über das SonntagsBlick in US-Folter-Camps: Der Beweis! schreibt und sich dafür und wegen dem erklärten Willen, weiter als "investigatives Blatt" zu wirken, allzu markig und schulterklopfend als vierte Macht der Schweiz in Wir Wächter feiert.
Trotzdem, es sei ihnen gegönnt und einen festen Platz in der Geschichte des Schweizer Echelonsystems "ONYX" haben sie damit sicher. Über weitere Enthüllungen zu ONYX, ob im SonntagsBlatt oder der Neuen Züricher Zeitung, habe ich jedenfalls nichts einzuwenden, auch wenn das den "Markt- und Tauschwert" der Schweizer Geheimdienstcommunity im internationalen Geheimdienstorchester zusätzlich unterminieren würde.
Auf 3sat habe ich gestern dazu eine lustige Kurzmeldung eines Schweizer Senders gesehen, in dem die Sprecherin nachdrücklich darauf hinwies, dass ONYX nur gegen das Ausland eingesetzt würde. Den Schweizern würde es – mit Blick auf das Treiben der NSA – bestimmt nicht schaden, doch noch einmal einen genaueren Blick auf "ihr" ONYX und in die Gesetzestexte zu werfen. In der Sendung sagte auch der Geheimdienstexperte Schmidt-Eenboom, die EKF sei wohl in der Lage gewesen, das Fax zu entschlüsseln (war es verschlüsselt?). Kann schon sein, wenn in Ägypten Schweizer Verschlüsselungsmaschinen stehen oder auch Ägypten, wie damals die EU, die Geräte von ausländischen Geheimdiensten warten lässt.
Siehe auch tagesschau: Schweiz enthielt Marty Informationen vor mit Bildern zum Faksimile des ONYX Berichts.
Aber einige Schnüffler werden zur Zeit auch ziemlich gestresst sein. Nicht nur die CIA-Agenten, die Verdächtige als Folteropferpakete quer durch Europa verschicken oder Leute bei der NSA, die ihre Landsleute für Bush belauschen, sondern auch die Jungs und Mädels der Abteilung "Elektronische Kriegsführung (EKF)", die in der Schweiz die ONYX Abhörstationen betreiben und gegen die auch ermittelt wird, weil aus ihren Kreisen das von ONYX abgefangene Fax – wenn es denn echt ist –, in dem der ägyptische Außenminister an die ägyptische Botschaft in London über Beweise des ägyptischen Geheimdienstes für CIA Folternzentren in europäischen Staaten berichtet, zur Schweizer Sonntagszeitung SonntagsBlick gelangt ist, über das SonntagsBlick in US-Folter-Camps: Der Beweis! schreibt und sich dafür und wegen dem erklärten Willen, weiter als "investigatives Blatt" zu wirken, allzu markig und schulterklopfend als vierte Macht der Schweiz in Wir Wächter feiert.
Trotzdem, es sei ihnen gegönnt und einen festen Platz in der Geschichte des Schweizer Echelonsystems "ONYX" haben sie damit sicher. Über weitere Enthüllungen zu ONYX, ob im SonntagsBlatt oder der Neuen Züricher Zeitung, habe ich jedenfalls nichts einzuwenden, auch wenn das den "Markt- und Tauschwert" der Schweizer Geheimdienstcommunity im internationalen Geheimdienstorchester zusätzlich unterminieren würde.
Auf 3sat habe ich gestern dazu eine lustige Kurzmeldung eines Schweizer Senders gesehen, in dem die Sprecherin nachdrücklich darauf hinwies, dass ONYX nur gegen das Ausland eingesetzt würde. Den Schweizern würde es – mit Blick auf das Treiben der NSA – bestimmt nicht schaden, doch noch einmal einen genaueren Blick auf "ihr" ONYX und in die Gesetzestexte zu werfen. In der Sendung sagte auch der Geheimdienstexperte Schmidt-Eenboom, die EKF sei wohl in der Lage gewesen, das Fax zu entschlüsseln (war es verschlüsselt?). Kann schon sein, wenn in Ägypten Schweizer Verschlüsselungsmaschinen stehen oder auch Ägypten, wie damals die EU, die Geräte von ausländischen Geheimdiensten warten lässt.
Siehe auch tagesschau: Schweiz enthielt Marty Informationen vor mit Bildern zum Faksimile des ONYX Berichts.
von rabenhorst - Anti Big Brother,
gepostet am Dienstag, 10. Januar 2006 um 22:08

