Von der Gefahrenabwehr zur Gefahrenvorsorge
So sieht Sachsen-Anhalts Datenschutzbeauftragter Harald von Bose die
derzeitige Entwicklung angesichts der Datensammelwut durch Staat und
Wirtschaft. Die Instrumentalisierung des Mautsystems für
Strafverfolgungszwecke ist hier ein Paradebeispiel für die Nutzung
"ziviler" Technologien zur alltäglichen Massenüberwachung. Die angeblich
zu verteidigende Freiheit wird Stückweit der Sicherheit (die sie
angeblich verteidigen soll) abgeschafft.
Nachtrag:
Gerade über
metaowl bei
Hitchhiker's Guide to Privacy gelesen: Ein RFID-Reisepass ist gehackt
worden.
"In etwa zwei Stunden kann dann der zuvor aufgezeichnete
Code geknackt werden, so dass Geburtsdatum, Foto und Fingerabdruck des
belauschten Passbesitzers im Klartext vorliegen. Passfälscher müssen
zukünftig also gar nicht mehr Pässe stehlen oder ausleihen und kopieren;
es reicht vielmehr völlig, wenn sie sich mit Notebook und RFID-Empfänger
in 10 Meter Umkreis einer Passkontrolle beispielsweise am Flughafen auf
die Lauer legen." --
Quelle
So viel zum Argument der "Fälschungssicherheit" (wobei
anzumerken ist, daß dieses Pro-RFID-Argument ohnehin nicht valide ist,
da unsere bisherigen Reisepässe schon extrem fälschungssicher waren.
RFID macht sie demnach eher fälschungsanfälliger).

