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Fussball, Videoüberwachung und Verhaltenskontrolle

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Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble will während der Fußball-WM alle öffentlichen Übertragungen auf Großleinwände mit Videokameras überwachen lassen. [...] Überwachung via Kamera sei ein wesentlicher Bestandteil bei der Gewährleistung von Sicherheit, so Schäuble laut "BamS" weiter. Die Erfahrungen beim Münchner Oktoberfest belegten, "dass die Sicherheit auch bei Großveranstaltungen schon alleine dadurch zunimmt, dass den Teilnehmern die Tatsache der Videoüberwachung bekannt ist".
Tagesschau: Schäuble will Videoüberwachung der Großleinwände [via Mike]

Zum Oktoberfest habe ich mal vor 2 Jahren kurz was geschrieben. In der Tat wird aber nun eine nun eine neue Qualität der Argumentation eingeläutet, wenn es die Überwacher mal auf den Punkt bringen, dass die Videoüberwachung an sich natürlich überhaupt keinen Schutz bietet, sondern einfach nur das Verhalten derjenigen, die da überwacht werden, ändern soll. Das ist eine abstruse Logik, welche gleichermassen gefährlich ist, da sie tatsächliche Gefährdungspotentiale verdeckt. Vielleicht hilft sie aber dabei, marktkonformes Kundenverhalten zu erwarten.
Und wahrscheinlich wird es genug Menschen hierzulande geben, die für ein bisschen Fussball der Ausweitung der Videoüberwachung von öffentlichen Räumen Vorschub leisten. Olé!
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von PlasticThinking: Moe's Blog., gepostet am Sonntag, 19. Februar 2006 um 14:28
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