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BND Journalisten

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Ein "Auslandsgeheimdienst" namens BND, der in Deutschland entweder Journalisten (erfolgreich) anwarb, um Kollegen zu bespitzeln oder selbst eine Reihe von Journalisten deutscher Zeitungen ausspioniert hat – darüber berichtet die Sueddeutsche in Vertraulicher Bericht – BND bespitzelte Journalisten in großem Stil.

Damit kann sich doch eigentlich der Untersuchungsausschuss zu den Machenschaften des BND im "Krieg gegen den Terror" gleich auch beschäftigen. Da es wohl nach dem geheimen Bericht an das Parlamentarische Kontrollgremium eine Anzahl von Journalisten gegeben hat, die sich bereitwillig in den Dienst des Geheimdienstes stellen und dafür bezahlen ließen, scheint es aber genauso angebracht, das sich die Verbände und Gremien des deutschen Journalismus mit den "Spionen in den eigenen Reihen" beschäftigen.

Ein Angriff auf die Arbeitsweisen und die Pressefreiheit von außen wie im Cicerofall ist ja schon bedenklich genug. Das Ausspionieren innerhalb der "Zunft" beschädigt aber nicht nur das Ansehen und die Glaubwürdigkeit des deutschen Journalismus, sondern beschränkt auch durch Mißtrauen, Unsicherheit und erodierendem Informantenschutz erheblich seinen Handlungsspielraum. Vielleicht muss in diesem Bereich nachgebessert werden, was den "Ehrenkodex" und mögliche Sanktionen bei Verstößen angeht.

Dazu auch tagesschau: Wie sehr bespitzelte der BND Journalisten? mit einem Interview mit Erich Schmidt-Eenboom, den der BND auch im Visier hatte.
von rabenhorst - Owl, gepostet am Freitag, 12. Mai 2006 um 9:31
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