Und weiter geht’s mit AT&T und der NSA
Dieser Text ist im Cache von metaowl.de - das Original ist hier zu finden.
Ich weiß nicht, ob das jetzt eine Art Vornewegverteidigung darstellt, weil die Klassifizierung der Informationen und Dokumente zum NSA / AT&T Deal als Staatsgeheimnis bevorsteht und AT&T gestern versucht hat, bei dem Richter, der die EFF Sammelklage gegen AT&T verhandelt, den Ausschluß der Öffentlichkeit bei der heutigen Anhörung zu erreichen.
Auf jeden Fall gibt es heute bei Wired die vollständige Erklärung des ehemaligen AT&T Technikers Mark Klein in AT&T Whistle-Blower's Evidence zu lesen nebst einigen Details zu den AT&T Dokumenten, die Klein der EFF für die Sammelklage übergab.
Während einige Experten für Computer- und Teelekommunikationssicherheit, denen die New York Times die AT&T Dokumente vorlegte, vor einiger Zeit bestätigten, sie würden eine Kooperation zwischen AT&T und der Bundesregierung zum Ziel der Überwachung belegen und Klein zuerst davon ausgegangen war, bei den geheimen Installationen bei AT&T handele es sich um die Fortführung von Teilen des Total (Terrorist) Information Awareness Programms, relativieren nun andere Experten im Wired Artikel Stumbling Into a Spy Scandal die Einschätzungen dahingehend, dass es sich bei den Einrichtungen laut der AT&T Dokumente um normale Systeme für Netzwerk Monitoring und Analyse handeln würde, wie sie jeder Netzwerkbetreiber einsetze, die aber auch für behördliche Abhörmaßnahmen genutzt werden könnten. Was in den AT&T Dokumenten von Klein fehlen würde, wäre der "missing link" in Form von Leitungsbeschreibungen, die direkt zur NSA weisen würden.
Was u. a. gegen die Einschätzung dieser Experten spricht, ist das direkte Engagement sowohl des obersten Geheimdienstdirektors Negroponte als auch des Direktors der NSA, die beide gegen eine weitere Behandlung der Klage intervenierten.
Derweil schließen sich an den Konflikt um die Sammelklage gegen AT&T und die Klagen gegen weitere US Tekos Diskussionen um die Effizienz der NSA Abhörprogramme, Data Mining und Social Networking Analysen an. Während sich auf der einen Seite Experten für Data Mining und Social Network Analyse im Technolgy Review Artikel Stochern im digitalen Heuhaufen (siehe auch The N.S.A.'s Math Problem) skeptisch äußern, sehen das z. B. ehemalige NSA Analytiker wie Ira Winkler in Why NSA spying puts the U.S. in danger wieder ganz anders.
Letztendlich wird eine eindeutige Einschätzung der NSA Kapazitäten auf diesem Gebiet genauso wenig zu erreichen sein, wie in anderen Bereichen. Nur die Tatsache, dass mit illegalen Aktionen wie den NSA Abhörprogrammen per se massiv in Freiheits- und Bürgerrechte eingeriffen wird, ist gewiß.
Auf jeden Fall gibt es heute bei Wired die vollständige Erklärung des ehemaligen AT&T Technikers Mark Klein in AT&T Whistle-Blower's Evidence zu lesen nebst einigen Details zu den AT&T Dokumenten, die Klein der EFF für die Sammelklage übergab.
Während einige Experten für Computer- und Teelekommunikationssicherheit, denen die New York Times die AT&T Dokumente vorlegte, vor einiger Zeit bestätigten, sie würden eine Kooperation zwischen AT&T und der Bundesregierung zum Ziel der Überwachung belegen und Klein zuerst davon ausgegangen war, bei den geheimen Installationen bei AT&T handele es sich um die Fortführung von Teilen des Total (Terrorist) Information Awareness Programms, relativieren nun andere Experten im Wired Artikel Stumbling Into a Spy Scandal die Einschätzungen dahingehend, dass es sich bei den Einrichtungen laut der AT&T Dokumente um normale Systeme für Netzwerk Monitoring und Analyse handeln würde, wie sie jeder Netzwerkbetreiber einsetze, die aber auch für behördliche Abhörmaßnahmen genutzt werden könnten. Was in den AT&T Dokumenten von Klein fehlen würde, wäre der "missing link" in Form von Leitungsbeschreibungen, die direkt zur NSA weisen würden.
Was u. a. gegen die Einschätzung dieser Experten spricht, ist das direkte Engagement sowohl des obersten Geheimdienstdirektors Negroponte als auch des Direktors der NSA, die beide gegen eine weitere Behandlung der Klage intervenierten.
Derweil schließen sich an den Konflikt um die Sammelklage gegen AT&T und die Klagen gegen weitere US Tekos Diskussionen um die Effizienz der NSA Abhörprogramme, Data Mining und Social Networking Analysen an. Während sich auf der einen Seite Experten für Data Mining und Social Network Analyse im Technolgy Review Artikel Stochern im digitalen Heuhaufen (siehe auch The N.S.A.'s Math Problem) skeptisch äußern, sehen das z. B. ehemalige NSA Analytiker wie Ira Winkler in Why NSA spying puts the U.S. in danger wieder ganz anders.
Letztendlich wird eine eindeutige Einschätzung der NSA Kapazitäten auf diesem Gebiet genauso wenig zu erreichen sein, wie in anderen Bereichen. Nur die Tatsache, dass mit illegalen Aktionen wie den NSA Abhörprogrammen per se massiv in Freiheits- und Bürgerrechte eingeriffen wird, ist gewiß.
von rabenhorst - Owl,
gepostet am Mittwoch, 17. Mai 2006 um 13:07

