Ja zur Familie und Nein zu Autonomen in Bewegung!
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Ich kann mich noch erinnern, dass es mal eine Zeit gab, wo öferts linke und alternative Buchläden Besuch bekamen und Bücher und andere Veröffentlichungen beschlagnahmt wurden. Nun soll es nach langer Zeit das Buch "Autonome in Bewegung" mit einer Indizierung erwischen, das u. a. 2003 im Telepolisartikel Episoden einer Bewegung besprochen wurde, wenn es nach der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geht.
Frau von der Leyen sollte sich besser um ihren Talkshowtourismus kümmern, statt sich als Zensorin über ein Buch aufzuspielen, das Perspektiven und persönliche Erfahrungen wiederspiegelt, die auch zur bundesrepublikanischen Geschichte gehören, ob das Frau von der Leyen passt oder nicht. Der Verlag Assoziation A hat dazu eine Presseerklärung herausgegeben, die auch im Beitrag Indizierungsantrag gegen "Autonome in Bewegung" des Kommunikationsguerillablogs dokumentiert wird. Daraus:
Frau von der Leyen sollte sich besser um ihren Talkshowtourismus kümmern, statt sich als Zensorin über ein Buch aufzuspielen, das Perspektiven und persönliche Erfahrungen wiederspiegelt, die auch zur bundesrepublikanischen Geschichte gehören, ob das Frau von der Leyen passt oder nicht. Der Verlag Assoziation A hat dazu eine Presseerklärung herausgegeben, die auch im Beitrag Indizierungsantrag gegen "Autonome in Bewegung" des Kommunikationsguerillablogs dokumentiert wird. Daraus:
Offenbar versucht das Ministerium neben der Propagierung christlicher Werte, wie Disziplin, Höflichkeit oder Respekt, nun auch gegen politisch missliebige Publikationen und deren Herausgeber vorzugehen.
Eine erfolgreiche Indizierung würde bedeuten, dass unser Buch nur noch unter der Ladentheke verkauft werden dürfte, keine Werbung, keine Auslage, kein Versand, die Kontrolle der Ausweispapiere beim Verkauf. Außerdem würden die Barsortimente den Titel nicht mehr vertreiben und Buchhändler, die über die Indizierung wachen müssen, würden den Titel aus dem Sortiment nehmen. Die materielle Schädigung für den Verlag wäre auf jeden Fall erheblich.
Aber vor allem würde eine Indizierung des Buches einer politischen Zensur gleichkommen.
(...)
Das Bundesministerium beanstandet vor allem Stellen und Textpassagen, die aus Erinnerungen und Reflexionen bestehen und als Zitate von autonomen Zeitgenossen graphisch gekennzeichnet sind. Natürlich geht es dabei auch um Militanz, um ihre Beschreibung, Problematisierung und Kritik. Für das Verständnis eines so wichtigen Abschnitts linker Politik ist die Auseinandersetzung um Militanz bedeutend und darf auf keinen Fall zensiert werden.
Via plomlompom: BPjM: kein Häuserkampf in der Mainzer Straße!
Eine erfolgreiche Indizierung würde bedeuten, dass unser Buch nur noch unter der Ladentheke verkauft werden dürfte, keine Werbung, keine Auslage, kein Versand, die Kontrolle der Ausweispapiere beim Verkauf. Außerdem würden die Barsortimente den Titel nicht mehr vertreiben und Buchhändler, die über die Indizierung wachen müssen, würden den Titel aus dem Sortiment nehmen. Die materielle Schädigung für den Verlag wäre auf jeden Fall erheblich.
Aber vor allem würde eine Indizierung des Buches einer politischen Zensur gleichkommen.
(...)
Das Bundesministerium beanstandet vor allem Stellen und Textpassagen, die aus Erinnerungen und Reflexionen bestehen und als Zitate von autonomen Zeitgenossen graphisch gekennzeichnet sind. Natürlich geht es dabei auch um Militanz, um ihre Beschreibung, Problematisierung und Kritik. Für das Verständnis eines so wichtigen Abschnitts linker Politik ist die Auseinandersetzung um Militanz bedeutend und darf auf keinen Fall zensiert werden.
von rabenhorst - Owl,
gepostet am Freitag, 19. Mai 2006 um 22:31

