Ullrich, DNA-Proben und die Unschuldsvermutung
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Auch wenn mir persönlich Jan Ullrich schon immer unsympathisch war, die internationalen Anti-Doping Regularien wohl das Gegenteil vorsehen und ich die strenge Verfolgung und Ahndung der ganzen Dopingmafia gutheiße, fand ich die Äußerung in seiner Erklärung zu den Dopingvorwürfen doch sympathisch:
Das Kippen des Unschuldsvermutungsprinzips in allen westlichen Demokratien, Entscheidungen wie die des Verfassungsgerichts, der Ausbau nationaler und europäischer DNA-Datenbanken und die Reihe bereits durchgeführter Massengentests deuten eher darauf hin, dass derartige DNA-Entnahmen und ihre "Weiterverarbeitung" langfristig zum regulären Alltagswerkzeug der Polizeien wird.
"In einem Rechtsstaat gilt nicht nur für mich, sondern für jeden anderen Menschen auch die Unschuldsvermutung, bis das Gegenteil bewiesen wurde"
Das es mit dem Prinzip der Unschuldsvermutung nicht mehr so weit her ist, weiß jeder, der hier öfters mitliest. Auch was einen DNA-Test, ob nun individuell wie in Ullrichs Beispiel oder massenhaft wie in Großbritannien oder aktuell in Sachsen, angeht, darf man zwar nicht automatisch als Verdächtiger gelten, wenn man den ablehnt, aber die Polizeibehörden kommen trotzdem im Zweifelsfall an die DNA ran, wie die Frankfurter Rundschau in Eine abgelehnte Speichelprobe macht noch keinen Tatverdacht berichtet. Als Ergänzung dazu die historische Timeline der Massengentests der Rundschau in Proben meistens erfolgreich.Das Kippen des Unschuldsvermutungsprinzips in allen westlichen Demokratien, Entscheidungen wie die des Verfassungsgerichts, der Ausbau nationaler und europäischer DNA-Datenbanken und die Reihe bereits durchgeführter Massengentests deuten eher darauf hin, dass derartige DNA-Entnahmen und ihre "Weiterverarbeitung" langfristig zum regulären Alltagswerkzeug der Polizeien wird.
von rabenhorst - Owl,
gepostet am Dienstag, 18. Juli 2006 um 11:46

