Schützenhilfe für Internetüberwachung
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Der Präsident des baden-württembergischen Landesamtes für Verfassungsschutz Johannes Schmalzl gab heute im FAZ-Artikel Propaganda im Internet - Die virtuelle Welt des Terrorismus den Politikern Schützenhilfe, die Techniken zur Anonymisierung und zur Verschlüsselung den Kampf angesagt haben. Im Artikel führte Schmalzl zu Internetcafés, die er nach italienischem und chinesischem Vorbild überwacht sehen will, aus:
Im Artikel ist übrigens von "anonymen E-Mail Konten an Universitäten" die Rede. Ich weiß ja nicht, wie es aktuell an den Unis ausschaut, aber als ich studierte, musste ich ein Anmeldungsblatt ausfüllen und meinen Studentenausweis vorlegen, bevor man mir einen Account einrichtete. Ob Falschinformation oder mangelndes Wissen, meint die FAZ wohl RZ-Accounts, die von Studenten mit anonymen / pseudonymen E-Mail Konten anderer Anbieter oder Remailerprogrammen genutzt werden.
Wie dem auch sei, die intensive Nutzung der Medien (im Gegensatz zur eigenen Webpräsenz) und die Äußerungen von Schmalzl, Döring oder Schäuble in den Medien zeigen, dass die pauschale Hatz gegen das "böse Internet" und die "bösartigen Internetnutzer" mal wieder eröffnet wird.
Mit Hilfe der "IP-Adresse" des Computers ließen sich E-Mails und die Nutzung von Internetseiten rekonstruieren. Anders sei dies, wenn der verdächtige Nutzer ein Internetcafé besuche: "Dort wird an einem Tag ein Computer von vielleicht fünfzig Besuchern genutzt, eine Identitätskontrolle ist nicht möglich", sagt Schmalzl. Er plädiere deshalb dafür, die Inhaber solcher Cafés gesetzlich dazu zu zwingen, zum Beispiel den Verlauf des Internetprogramms und die temporären Dateien zu speichern sowie die persönlichen Daten der Kunden zu registrieren. Derzeit sei es nur möglich, einen öffentlichen Anschluß zu überwachen, wenn er von einem Nutzer immer wieder benutzt werde.
Wer die Kunden von Internetcafés vollständig überwachen will, will auch die Kunden von Internet Service Providern überwachen, die Techniken zur Anonymisierung und Verschlüsselung nutzen.Im Artikel ist übrigens von "anonymen E-Mail Konten an Universitäten" die Rede. Ich weiß ja nicht, wie es aktuell an den Unis ausschaut, aber als ich studierte, musste ich ein Anmeldungsblatt ausfüllen und meinen Studentenausweis vorlegen, bevor man mir einen Account einrichtete. Ob Falschinformation oder mangelndes Wissen, meint die FAZ wohl RZ-Accounts, die von Studenten mit anonymen / pseudonymen E-Mail Konten anderer Anbieter oder Remailerprogrammen genutzt werden.
Wie dem auch sei, die intensive Nutzung der Medien (im Gegensatz zur eigenen Webpräsenz) und die Äußerungen von Schmalzl, Döring oder Schäuble in den Medien zeigen, dass die pauschale Hatz gegen das "böse Internet" und die "bösartigen Internetnutzer" mal wieder eröffnet wird.
von rabenhorst - Owl,
gepostet am Donnerstag, 24. August 2006 um 13:40

