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Nachhilfeunterricht, Teil 2

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Wie oft müssen wir in der so genannten “Sicherheitsdebatte” selbst bei kritischen Beiträgen noch lesen, es seien die unscharfen Bilder der Videokameras gewesen, mit deren Hilfe einer - oder gar beide - der Attentäter so unglaublich rasch “identifiziert” worden seien? Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, haben die “Feierabend-Attentäter” schon selbst dafür gesorgt, geschnappt zu werden:

Die Ermittler wussten früh, dass die Attentäter Verbindungen in den Libanon hatten, denn es fanden sich in den Koffern auch libanesische Telefonnummern, darunter sogar Nummern der Verwandtschaft E.H.s, dessen Vater dann abgehört wurde.

Die Videobilder brauchte man dann nur noch, um den Möchtegern-Kofferbomber übers Fernsehen tüchtig zu erschrecken. Trotz dieses eher mageren Beitrags darf der Innenminister und seine zahlreichen Helfer-Sprachrohre jetzt fordern, Videokameras “an jedem Brennpunkt öffentlicher Kommunikation, auf Bahnhöfen, Flughäfen, großen Straßen und Plätzen” aufzustellen. (Natürlich nur, wenn es auch “sinnvoll” ist.) Weiter auf der Wunschliste Schäubles: mehr Spürhunde, Kameras, die vom Hubschrauber aus(!) Sprengstoff aufspüren können, einen Vermerk der Religionszugehörigkeit in der Anti-Terror-Datei, und, natürlich, eine “verstärkte Kontrolle des Internet”, da es immer mehr zum “Lehrbuch” für Terroristen werde.

von Surveillance Studies, gepostet am Dienstag, 29. August 2006 um 11:37
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