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USA, Google und Meinung&Wahrheit in der Politik

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Zwei interessante Nachrichten, die man wohl zusammen lesen / denken sollte. Zum einen meldet die New York Times, dass ein Konsortium von US-Universitäten an einer “Sentiment Analysis”-Software arbeitet, die automatisch erkennen soll, wenn sich in den Massenmedien weltweit schlechte Stimmung über die USA breit macht. Finanziert wird das Projekt vom Heimatschutz-Ministerium. Es soll helfen, heraufziehende Bedrohungen für die USA zu erkennen. Während manche das nun als “Orwellsche Gedankenpolizei” bezeichnen, sagen andere “Ist doch klasse, wenn die Regierung besser auf die öffentliche Meinung hört”. Meine Einschätzung: Es kommt drauf an, wie man mit den Meldungen umgeht. Wenn man merkt, das Folter in Guantanamo beim Rest der Welt unbeliebt ist, sollte man solche Praktien beenden und nicht den Rest der Welt als Bedrohung wahrnehmen.

Die andere Meldung ist eine Vision von Eric Schmidt, Gründer und CEO von Google. Er  prognostiziert, dass es in 5 Jahren eine “Wahrheitsvorhersage-Software” gibt, die automatisch die Aussagen von Politikern auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen könnte.

Mir wird zwar Angst und Bange, wenn Googles Computer über “Wahrheit” entscheiden, aber ich stelle mir gerade vor, dass man das mit der “Sentiment Analysis” verknüpft. Dann käme wohl etwa raus: “Zeige mir nur diejenige negative Berichterstattung über die USA, die auch wahr ist.”

von netzpolitik.org : Datenschutz, gepostet am Donnerstag, 5. Oktober 2006 um 14:53
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