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Googles Allmachtspläne

Dieser Text ist im Cache von metaowl.de - das Original ist hier zu finden.

Unser Geld bringen wir vertrauensvoll zur Bank - unsere Daten (vertrauensvoll) zu Google? So schreibt das Google Watchblog. Nach den Plänen von Google sollen diese Allmachtsphantasien bald Realtät werden. In einem Interview mit ZDNet hat Google-Chef Eric Schmidt folgendes zu Protokoll gegeben:

Finally, now the architecture works. […] Fundamentally, it’s better to keep your money in the bank than in your pocket. The more that we can, for example, let people move their data around…and not trap it.

Aber natürlich - das Google Watchblog übersetzt passend:

We want to store all your Data.

Wir sollen also in Zukunft, wie das Geld zur Bank, Google unsere Daten anvertrauen - der Vorteil, wir haben so von überall auf der Welt Zugriff auf unsere Daten. Ich kann nur für mich sprechen: Nicht für alles Geld der Welt. Wenn ich von überall Zugriff habe, haben auch andere Zugriff. Und wer sagt mir, dass nicht mal ein gelangweilter Admin durch die Akten stöbert, Späße mit Kollegen macht - man intern auf einer Mailingliste landet, alles schon dagewesen und in den IT-Abteilungen der Welt Gang und Gäbe.

Eine spannende Frage stellt das Google Watchblog weiter: Fraglich ist aber nun, was passiert wenn Google einmal offline geht - entweder wegen eines temporären Problems oder gar einer Insolvenz? Bei einer Insolvenz ist es Aufgab des Insolvenzverwalters, so viel Geld wie möglich aus dem Unternehmen rauszuholen. Was gibt es da wertvolleres, als die Userdaten? Nichts, ein gefundenes Fressen für alle (nicht nur werbetreibenden) Unternehmen dieser Welt. Natürlich kann man nun behaupten, hey, es sind unsere Daten - naja, ich bin ja mal auf die Nutzungsbedingungen gespannt. YouTube lässt grüßen, auch da wird jedes hochgeladene Video Eigentum von YouTube Google.

Man sollte sehr vorsichtig sein, wem man sein Daten anvertraut. Googles alte Motto Don’t be evil muss(te) sich irgendwann mal in Luft auflösen - dann, wenn Geld ins Spiel kommt, da kann man mit sowas lästiges wie Moral nicht viel erreichen - und diesen Punkt, das wissen wir alle, hat Google schon lange erreicht. Ein Konkurrent täte uns, den Internet-Usern, besonders gut. Nur ist er nicht in Sicht. So müssen wir mit dem Giganten leben. Ich kann nur raten - wenn überhaupt - nur die Suche benutzen, und dann bitte mit Tor, alles andere sind projektübergreifend ein paar Datenbankabfragen, und schon hat der dortige Admin zur P0rN-Suche ein passendes Familienbild in Picasa, die passende Mail an Ehefau und Kinder in GMail und das passende Einfamilienhaus in Earth.

Und wer braucht solche Datastores heutzutage überhaupt. Die gängigen USB-Sticks fassen mittlerweile GB’s - per TrueCrypt verschlüsselt, man kann sicher sein, dass niemand, auch bei einem Verlust des Sticks, an die eigenen Daten kommt. Nur muss man sich dann wieder etwas mit einem (neuen) Programm beschäftigen - siehe rechts Sidebar - es ist am Anfang mit ein wenig Arbeit verbunden.

Don’t be dumb. ;-)

caschy - Mit TrueCrypt sicher unterwegs

Kai - Spielen mit dem Stick

von .get privacy, gepostet am Donnerstag, 9. November 2006 um 15:30
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