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eco fordert mehr Vorratsdatenspeicherung

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Bisher hatte ich eco, den Verband der deutschen Internetwirtschaft, eigentlich immer als Gegner einer Vorratsdatenspeicherung gesehen. Wenngleich wir auch immer davor gewarnt haben, dass Kritik und Proteste auch nur erhoben wurden/werden, um eine staatliche Finanzierung der Überwachungsinfrastrukturen zu erreichen. Gerade lese ich bei Heise, dass der eco-Vorstandsvorsitzender nun die Ausweitung der Überwachungs-Gesetzgebung auf mehr Bereiche fordert: Vorratsdatenspeicherung auch an Universitäten gefordert.

Michael Rotert, Vorstandsvorsitzender des Verbands der deutschen Internetwirtschaft eco, will von Extrawürsten bei der heftig umstrittenen staatlichen Jagd nach Verbindungsdaten im Telekommunikationsbereich nichts wissen. “Die Vorratsdatenspeicherung muss auch für Universitäten gelten”, forderte der Branchenvertreter im Gespräch mit heise online. Einige der mutmaßlichen Attentäter vom 11. September 2001 seien schließlich in Hamburg im Hochschulumfeld unterwegs gewesen und hätten die dortigen Netze genutzt. Zudem müsse eine Gleichbehandlung öffentlicher kommerzieller Zugangsanbieter mit Hochschulprovidern gewährleistet sein.

Schade eigentlich, dass damit explizit mehr Überwachung und weniger Datenschutz von einem vermeintlichem Verbündeten aus der Wirtschaft gefordert wird. Und auch, wenn es innerhalb von eco vertrauenswürdige Verbündete für mehr Datenschutz und weniger Überwachung gibt, so ist eine solche Aussage des Vorstandsvorsitzenden nicht akzeptabel.

von netzpolitik.org : Datenschutz, gepostet am Montag, 4. Dezember 2006 um 20:15
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