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Verspätete Empörung

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Die Briten sind empört darüber, dass Millionen ihrer beiden (und demnächst aller zehn) Fingerabdrücke in der FBI-Datenbank IAFIS oder der US-VISIT Datenbank IDENT gelandet sind.

Sie, wie die meisten deutschen Bundesbürger, haben leider immer noch nicht begriffen, dass der Speicherung und dem Austausch – den man letztes Jahr zwischen UK und USA erprobt hatte – biometrischer und anderer Daten im Zeitalter des "Krieges gegen den Terror" und der immer weiter vorangetriebenen Vernetzung bzw. Verschmelzung nationaler und internationaler Datenbanken keine Grenzen mehr gesetzt werden sollen. Sie haben auch nicht begriffen, dass ihre Daten "wie die von Kriminellen" behandelt werden, weil alle über Landesgrenzen hinweg als potentielle Kriminelle eingestuft sind.

Wer es immer noch nicht kapiert hat: Wenn Daten, egal welchen Typs und unabhängig vom Ort, erhoben werden, können sie direkt oder indirekt in jede Datenbank der Sicherheitsbehörden abfließen. Es bedarf aufgrund der Austauschabkommen und der Vernetzung auch nicht mehr des Schreckgespensts der zentralen Biometriedatenbank.

Sorry, aber die Empörung kommt zu spät. Aber vielleicht lässt sie sich so steigern, dass die Verantwortlichen politisch und technisch zurückrudern müssen.
von rabenhorst - Owl, gepostet am Sonntag, 7. Januar 2007 um 13:26
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