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Die Nöte der NSA

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Letztes Jahr machte sich die Netzgemeinde über den Geheimdienst NSA lustig, weil die mit einem dauernden Energieversorgungsengpass leben muss und deshalb nicht mit der vollen Leistung ihrer Computerfarmen arbeiten kann, um u. a. Ciphertexte zu knacken.

Das Problem besteht immer noch und treibt laut des Artikels NSA electricity crisis gets Senate scrutiny der Baltimore Sun den Vorsitzenden des Geheimdienstausschusses des US-Senats John D. Rockefeller IV um, für den die zum Energiesparen gezwungene NSA eine "Art nationaler Katastrophe" ist. Die Zeitung hatte vorige Woche berichtet, dass die NSA ein Krisenmanagementteam eingerichtet hat, um die Energiedefizite zu beseitigen. NSA Sprecher Ken White bestätigte die Probleme und Lösungsansätze mit den Worten "Es ist richtig, dass der Energie- Kühlungs- und Platzbedarf der Agency nicht adäquat behandelt wurde und das wir das korrigieren". Seit neun Monaten arbeite man mit den Gesetzgebern zusammen, um die Probleme zu beheben und die NSA sei überzeugt, eine Strategie zu haben, für die sie die nötigen Finanzmittel erhalten werde, um ausreichende Energieversorgung und deren Zuverlässigkeit für die Zukunft sicherzustellen, erklärte der NSA Mann weiter.
Um zur Zeit überhaupt arbeitsfähig zu bleiben, hat die NSA darauf verzichtet, weitere Großcomputer zu aktivieren und fährt dauernd bestimmte Teile ihres Equipments rauf und runter.

Neben der Energiekrise der NSA soll auch ihre reale oder behauptete Unfähigkeit, auf die Kommunikationstechniken des 21. Jahrhunderts zu reagieren und die geheimen Regularien, die Bush mit dem FISA Gericht für das Terrorist Surveillance Program ausgehandelt hatte, Thema einer Anhörung vor dem Geheimdienstausschuss sein, die Rockefeller für den März ansetzen will.

Zu diesem Zweck haben Ausschussmitglieder bereits Anfragen an die NSA gerichtet, wie denn der aktuelle Energieverbrauch und der zukünftige Energiebedarf ausschaut, wenn weitere Modernisierungs- und Aufrüstungsprojekte umzusetzen sind. Hinter den Anfragen stehen auch die Bedenken des Ausschusses, ob die NSA überhaupt in der Lage ist, zukünftige Bedürfnisse realistisch einzuschätzen.

Wie die Zeitung erfahren hat, verbraucht die NSA zur Zeit 65 bis 75 Megawatt/Stunde und erwartet laut des Artikels Budget falling short at NSA bis nächsten Herbt einen zusätzlichen Bedarf von 10 bis 15 Megawatt und jeweils zusätzlich 5 Megawatt für jedes kommende Jahr. Der Diektor der NSA hat deshalb bereits zusätzlich zum eigentlichen Haushaltsbedarf 280 Millionen US$ für das Jahr 2008 und zusätzlich 1 Milliarde US$ für das laufende Jahr eingefordert. Etwas, was der amerikanische "Rechnungshof" auch angesichts gescheiterter Hightech-Projekte der Agency nur mit Misstrauen sieht.

Zur Legalität des TSP erklärte Rockefeller – obwohl er zu denjenigen Politikern gehört, die von der NSA "eingeweiht" wurden – dass der Deal mit dem FISA Gericht seine Bedenken gegen das TSP nicht zerstreut und er immer noch nicht genug Informationen zum TSP hätte, um zu wissen, ob es effizient sei, Terroristen zu fangen und welche Haltung der US-Kongress zum TSP einnehmen könnte. Rockefeller wörtlich: "Was sie uns nicht gesagt haben ist so überwältigend groß, dass sie über Magerkeit an Informationen lachen würden". Deshalb wollen die Ausschussmitglieder mehr Informationen und Dokumente zum TSP sehen, die ihnen bislang verweigert werden.
von rabenhorst - Owl, gepostet am Samstag, 27. Januar 2007 um 8:15
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