Smarte Nanoenergie für aktive RFID-Überwachung
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Eine ähnliche Ankündigung habe ich erwartet bzw. befürchtet.
Das Unternehmen mPhase, das in Kooperation mit den Bell Laboratorien des Alcatel-Lucent Konzerns seit ca. drei Jahren eine Nanobatterie entwickelt, über die Golem vor zwei Jahren und Wired im November 2006 berichteten, hat angekündigt, in Zusammenarbeit mit einem US-Unternehmen, das "auf komplette RFID Sicherheitslösungen für diverse kommerzielle Anwendungen spezialisiert" sei, eine spezielle Version der "Smart Nanobattery" zu entwickeln, die für den Einsatz in aktiven RFID-Chips optimiert wird.
Während die mehrheitlich im Einsatz befindlichen passiven RFID-Chips nur auf kleine Entfernungen auszulesen sind (auch in diesem Bereich denkt man weiter) und erst ihre Daten an ein RFID-Lesegerät senden, wenn sie durch das RFID-Lesegerät aktiviert werden und sie den Induktionsstrom zum Senden über das elektomagnetische Feld bzw. die "Funkverbindung" erzeugt haben, besitzen aktive RFID-Chips eine eigene Energiequelle, die nach einem kurzen Aktivierungssignal mit der Energieversorgung des Sendemoduls eines RFID-Chips beginnt.
Damit erhöht sich auch die Reichweite der Übertragung der im Chip gespeicherten Daten bis zu 100 Metern. Das entscheidende Merkmal bezüglich der Nutzung von RFID zur Lokalisierung und Identifizierung von Gegenständen und Personen, die einen aktiven RFID-Chip mit sich führen, über größere Entfernungen. Die passiven RFID-Chips, die zur Zeit im ePass oder in Kreditkarten verbaut sind, eignen sich dazu nicht. Deshalb konzentrieren sich auch alle "Experimente", die sich um die Lokalisierung, die Identifizierung und die Bewegungsverfolgung über größere Räume drehen – irgendwann um die Übertragung der im RFID-Chip gespeicherten biometrischen Daten ergänzt – auf aktive RFID-Chips, die teilweise zusätzlich mit GPS-Empfangsmodulen gekoppelt werden.
Die größten Nachteile, die dem breiten Einsatz von aktiven RFID-Chips in Smartcards und ID-Dokumenten noch entgegenstehen, sind die Baugröße, die Energieversorgung und der Herstellungspreis bei aktiven RFID-Chips. Auf der anderen Seite würde man für das kontinuierliche bzw. flächendeckendere Auslesen von RFID-Daten für obige Zwecke aufgrund der größeren Reichweiten weniger RFID-Lesegeräte benötigen, da sie in größeren Abständen zueinander installiert werden könnten.
Eine kostengünstig herzustellende Batterie mit kleiner Baugröße und ausreichendem Energieoutput stellt somit einen wichtigen Baustein dar, um in Zukunft aktive RFID-Chips nicht nur in Hochsicherheitsbereichen und für die Überwachung hochwertiger Güter einzusetzen.
Wie funktioniert nun die smarte Nanobatterie von mPhase im Prinzip?

Abbildungen aus: From Rolling Ball to Complete Wetting: The Dynamic Tuning of Liquids on Nanostructured Surfaces
Über einer Struktur von Silikon-Nanoröhren, von den Wissenschaftlern in den Bell Labs abgekürzt als "Nanogras" bezeichnet, die in ihrer Gesamtheit eine Membran bilden, die alle Flüssigkeiten abstößt, ist ein Tropfen mit einer Chemikalie aufgebracht. Wird eine elektrische Aktivierungsspannung zwischen der Nanomembran und dem Tropfen angelegt – zu der auch "elektrische Felder" und "Radio Frequency" kurz erwähnt werden, also den "Energiequellen" der RFID-Chips (s. o.) – verändert sich die Oberflächenspannung des Tropfens und die Wechselwirkung mit den Nanoröhren derart, dass sich der "starre" Tropfen verflüssigt und zwischen den Nanoröhren zum Boden unterhalb der Nanomembran fließt, wo sich weitere Chemikalien bzw. Metalle befinden, die dann mit der Chemikalie des Tropfens die gleichen Reaktionen auslösen, die in Batterien und Akkumulatoren Energie erzeugen.
Das die Nanobatterie nicht nur das Hirngespinst einiger Wissenschaftler ist, zeigt neben der Erprobung als Energiquelle für aktive RFID-Chips das Interesse des Armament Research, Development, and Engineering Center (ARDEC) Forschungszentrums der U.S. Army, mit dem mPhase einen Forschungs- und Entwicklungsvertrag abgeschlossen hat mit dem Ziel, die Nanobatterie neben einem von mPhase entwickelten Magnetometer in militärischen Forschungseinrichtungen zu testen. Dazu aus der Pressemitteilung:
Das Unternehmen mPhase, das in Kooperation mit den Bell Laboratorien des Alcatel-Lucent Konzerns seit ca. drei Jahren eine Nanobatterie entwickelt, über die Golem vor zwei Jahren und Wired im November 2006 berichteten, hat angekündigt, in Zusammenarbeit mit einem US-Unternehmen, das "auf komplette RFID Sicherheitslösungen für diverse kommerzielle Anwendungen spezialisiert" sei, eine spezielle Version der "Smart Nanobattery" zu entwickeln, die für den Einsatz in aktiven RFID-Chips optimiert wird.
Während die mehrheitlich im Einsatz befindlichen passiven RFID-Chips nur auf kleine Entfernungen auszulesen sind (auch in diesem Bereich denkt man weiter) und erst ihre Daten an ein RFID-Lesegerät senden, wenn sie durch das RFID-Lesegerät aktiviert werden und sie den Induktionsstrom zum Senden über das elektomagnetische Feld bzw. die "Funkverbindung" erzeugt haben, besitzen aktive RFID-Chips eine eigene Energiequelle, die nach einem kurzen Aktivierungssignal mit der Energieversorgung des Sendemoduls eines RFID-Chips beginnt.
Damit erhöht sich auch die Reichweite der Übertragung der im Chip gespeicherten Daten bis zu 100 Metern. Das entscheidende Merkmal bezüglich der Nutzung von RFID zur Lokalisierung und Identifizierung von Gegenständen und Personen, die einen aktiven RFID-Chip mit sich führen, über größere Entfernungen. Die passiven RFID-Chips, die zur Zeit im ePass oder in Kreditkarten verbaut sind, eignen sich dazu nicht. Deshalb konzentrieren sich auch alle "Experimente", die sich um die Lokalisierung, die Identifizierung und die Bewegungsverfolgung über größere Räume drehen – irgendwann um die Übertragung der im RFID-Chip gespeicherten biometrischen Daten ergänzt – auf aktive RFID-Chips, die teilweise zusätzlich mit GPS-Empfangsmodulen gekoppelt werden.
Die größten Nachteile, die dem breiten Einsatz von aktiven RFID-Chips in Smartcards und ID-Dokumenten noch entgegenstehen, sind die Baugröße, die Energieversorgung und der Herstellungspreis bei aktiven RFID-Chips. Auf der anderen Seite würde man für das kontinuierliche bzw. flächendeckendere Auslesen von RFID-Daten für obige Zwecke aufgrund der größeren Reichweiten weniger RFID-Lesegeräte benötigen, da sie in größeren Abständen zueinander installiert werden könnten.
Eine kostengünstig herzustellende Batterie mit kleiner Baugröße und ausreichendem Energieoutput stellt somit einen wichtigen Baustein dar, um in Zukunft aktive RFID-Chips nicht nur in Hochsicherheitsbereichen und für die Überwachung hochwertiger Güter einzusetzen.
Wie funktioniert nun die smarte Nanobatterie von mPhase im Prinzip?

Abbildungen aus: From Rolling Ball to Complete Wetting: The Dynamic Tuning of Liquids on Nanostructured Surfaces
Preston Haney, [ARDEC Wissenschaftler], fügt hinzu: "Die Erprobung des Prototyps der Nanobatterie und des Magnetometers von mPhase wird dazu beitragen, ihre Eignung für das Militär in neuen Feldern wie Sensornetzwerken und smarter Munition festzustellen".
Diese Übereinkunft ist eine bedeutende Überprüfung unserer Technik, sagte Ron Durando, Präsident und CEO von mPhase Technologies. "Wir freuen uns darauf, mit den Wissenschaftlern der US Army zusammezuarbeiten, um unsere Technik in militärische Spitzenanwendungen umzusetzen".
Eine mögliche Anwendungsbereiche für das mPhase Magnetometer sind die Grenzsicherung, Navigation und Navigationsanwendungen ohne GPS Möglichkeiten. Der militärische Nutzen der smarten Nanobatterie umfasst die Energieversorgung von Kleinelektronik wie Sensoren und ihre mögliche Nutzung als Energiequelle für smarte Munition.
Via: RFIDNews - "NanoBattery" on the way, says mPhase.
Diese Übereinkunft ist eine bedeutende Überprüfung unserer Technik, sagte Ron Durando, Präsident und CEO von mPhase Technologies. "Wir freuen uns darauf, mit den Wissenschaftlern der US Army zusammezuarbeiten, um unsere Technik in militärische Spitzenanwendungen umzusetzen".
Eine mögliche Anwendungsbereiche für das mPhase Magnetometer sind die Grenzsicherung, Navigation und Navigationsanwendungen ohne GPS Möglichkeiten. Der militärische Nutzen der smarten Nanobatterie umfasst die Energieversorgung von Kleinelektronik wie Sensoren und ihre mögliche Nutzung als Energiequelle für smarte Munition.
von rabenhorst - Owl,
gepostet am Sonntag, 11. Februar 2007 um 13:33


