Re: Ihr Schreiben ohne Betreff (anscheinend VDS)
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Wetten, dass er nicht antwortet?
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Sehr geehrter Mitarbeiter 01 des MdB Ronald Pofalla,
1. Ihren werten Namen würde ich gerne erfahren. Als ich den persönlichen Kontakt mit Politikern noch pflegte, waren es immer deren Mitarbeiter, welche einem weiterhalfen, sich einsetzten und letztlich die konkrete Agenda ihres Chefs bestimmten. Bei einigen Parteien oder Abgeordneten werden die Namen der Mitarbeiter auf den WWW-Seiten des Abgeordneten aufgelistet. Bei Herrn Pofalla habe ich jedoch keine Informationen gefunden.
2. Der AK Vorratsdatenspeicherung hat meine Anmerkungen zur vorgesehenen Verfassungsklage gegen die VDS anscheinend als E-Mail an alle Abgeordneten des Bundestages geschickt. So ist zu erklären, dass Ihr Bundestagsbüro die Mail bekommen hat. Die Kommunikation war von vornherein nur auf Kenntnisnahme ausgelegt (mein Schreiben ging ursprünglich ans BMJ). Ich habe dies sogar ausdrücklich am Anfang vermerkt. Herr Pofalla ist hinsichtlich der betreffenden Ausschüsse nicht zuständig, und dass er auch nicht meinen Wahlkreis betreut, dürfte aus meinen Absenderdaten hervorgegangen sein. Dementsprechend hätte ich volles Verständnis dafür gehabt, dass Sie sich gar nicht erst die Mühe machen, formal zu antworten. Die Versendung Ihres Mustertextes mit einer längst bekannten Position, der auch in diversen Weblogs erkennbar wiedergegeben worden ist, hätten Sie sich also gut und gern ersparen können.
Nun könnte ich mir sagen: Egal, wir rechnen das auf: Ich fülle Ihr Postfach, und Sie füllen meines. Schließlich kann auch ich einen eigenen Assistenten beschäftigen. Bei mir heißt der allerdings nicht "MA 01", sondern "SpamAssassin" und ist ein Computerprogramm. Meine Frustrationsschwelle liegt also höher, und es wäre folglich am Besten auch für Sie, wenn wir entweder weniger anonym kommunizieren oder gar nicht.
3. Es interessiert mich, warum ein Mitarbeiter von ausgerechnet MdB Pofalla meint, mir schreiben zu müssen. Also habe ich auf Wikipedia nachgeschlagen (so so, Jura im Zweitstudium, Fraktions-Vizevorsitzender und Generalsekretär) und dort erfahren, dass Herr Pofalla schon einmal mächtig Ärger hatte mit polizeilichen Durchsuchungen und weiteren erheblichen staatlichen Eingriffen in sein Leben und seine politische Tätigkeit, und das, wie sich nachträglich herausstellte, ohne die erforderlichen Rechtsgrundlagen.
Nun bin ich neugierig, wie ein solcher Abgeordneter meinen kann, durch Nachreichen der Rechtsgrundlagen für staatliche Spitzeleien und Eingriffe in demokratische Grundrechte eine angemessene Konsequenz aus seinen persönlichen Erfahrungen gezogen zu haben. Fragen Sie Ihn doch bitte einmal.
Und antworten Sie mir bitte mit Ihrem Mitarbeiternamen. Der kann sehr viel nützlicher sein.
Wenn Sie Herrn MdB Pofalla nicht fragen: Antworten Sie mir besser gar nicht, siehe oben.
Mit freundlichen Grüßen,
Christian Cornelssen
http://ccorn.n3rds.net
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von Notizen aus einer interessanten Zeit - Datenschutz,
gepostet am Dienstag, 27. Februar 2007 um 0:04

