“Bundestrojaner”: Tatsächlich unbemerkt und universell implantiertbar?
Eine aufrüttelnde
Erläuterung bietet Volker Birk zu jener unsäglichen Debatte, in
der unser Staat mit Methoden totalitätrer Staaten kokettiert: Der
unbemerkten und geheimen "online-Durchsuchung" (das ist technisch
gesehen exakt das, was im Film "Das Leben der anderen"
von der StaSi analog praktiziert wird und worüber wir alle uns gern
furchtbar entsetzen).
Die Ausführungen erinnern durchaus an Paranoia,
wenngleich ich keine Ahnung habe, ob die geschilderte technische
Umsetzung funktioniert. Aber wenn, dann ist es eine rechtsstaatliche
Katastrophe:
"Diese Geräte muss ein jeder größerer Provider in seinem Netz installiert haben, dazu verpflichtet ihn die TKÜV. Denn über diese Geräte ist die Möglichkeit des Abhörens jeglicher Telekommunikation implementiert. SINA-Boxen ließen sich ohne großen Aufwand zu weiteren Zwecken umbauen. So könnte der Staat mit vergleichsweise wenig Aufwand in jede beliebige Downloadverbindung Angriffscode "implantieren", eben den Bundestrojaner. Egal was und woher ein Benutzer downloadet: es könnte sich um Shareware handeln, um Testversionen von Software, gar um Video-Codecs, die automatisch downgeloadet werden, oder um die neue Version der ELSTER, des Programms der deutschen Steuerbehörden. (...) Die Vorgehensweise entspricht genau einem Dateivirus. Man infiziert das Binärformat und lenkt die Startroutine über den eigenen Code um. Die Sache ist handhabbar. " - Quelle

