Phonehome
Überlicherweise ein Term für die Leute, die da mit Software aus seltsamen Quellen hantieren und mit der Paranoia leben müssen, das eben jene Software eindeutige Hinweise an deren Urheber sendet ![]()
Aber es dient nicht nur dazu illegale Anwender von Software eventuell ausfindig zu machen, sondern es dient auch der profanen Datensammlung zu statistischen Zwecken. Man könnte an diesem Punkt entgegnen was solls oder Firewall und gut ist, aber dabei übersieht man zwei wesentliche Dinge. Erstens es geht um die Privatsphäre und wenn eine Firma Daten haben möchte, dann sollte dies mit Wissen des Nutzer geschehen und desweiteren optional - eben Transparenz und Freiwilligkeit.
Und last not least muß man schon reichlich naiv sein, um zu glauben das eine z.B. bei Windows übliche Personal Firewall irgendeinen Schutz bieten kann vor ausbrechenden Programmen. Das wurde schon vielfach bewiesen und ist auch ohne Überhacker möglich, ein Betriebssystem das sich quasi mittels dem Credo defective by design behauptet bietet dazu immens viele Möglichkeiten.
Ein sehr bekanntes Beispiel dafür ist z.B. die allseits beliebte Software Skype, die geschickt diesen Personal Firewall umgeht. Aber der Glaube versetzt bekanntlich Berge oder sorgt hier zumindest für ein scheinbar beruhigtes Gewissen
Selig sind da schon die Mac OS X Nutzer, die haben zwar so etwas wie ein Unix unter der Haube, leider aber leben viele dort gemäß der Blackbox-Attitude, sprich schöner hübscher Design-Kasten, der macht was ich will - tja man lebt dort von Vertrauen und Glauben. Bei Windows zumindest glauben auch viele, sind sich aber oft nicht wirklich sicher und stochern folglich (gekonnt) im System herum. Wo sich da schneller irgendwelches Ungemach offenbahrt dürfte wohl offensichtlich sein.
Aber letztendlich zählt der proprietäre Grundgedanke, der das primäre monetäre Ziel der Firmen fördert und umsetzt. Will man dem entfliehen muß man sich mit Opensource beschäftigen und eventuell in den sauren Apfel beißen - nennt man auch gemeinhin lernen.
Microsoft z.B. ist schon immer in Verdacht mit seinem Betriebssystem Daten heimzusenden, der Verdacht wird durch häufigen Funkverkehr oftmals erhärtet. Und just gab man auch eben diesen Umstand zu, zumindest beim bekannten Genuine Advantage, der Raubkopierer in den Wahnsinn treibt, aber auch ehrlichen Kunden so manche Träne entlockt. Da wird der Mac-Fan frohlocken, hat dieser doch eine Firma voller Revoluzzer die da eine bessere Welt möchten. Tja wäre da nicht der schon etwas länger zurückliegende Vorfall mit iTunes ministore und den einfach mal so übermittelten Daten. Man bereinigte den Fehler und weiter gings, mit heimfunkenden Widgets.
Aber was solls schließlich erklärte man ja immer behände die Vorgehensweise, entschuldigte sich usw. leider erst immer danach. Aufgedeckt wurde das alles wie immer durch Meister Zufall, böse Zungen könnte behaupten, das alles wäre nur die Spitze des Eisbergs. Und ja diese Vermutung könnte bestätigt werden, bedenkt man die allzu geflissentliche Zusammenarbeit mit der NSA. Sicherlich werden wie immer einige schlauen Menschen gleich entgegnen … und SELinux?. Ja SELinux made by NSA, aber Opensource meine Lieben, nicht closed-source - da kann man nachschauen und man tut es auch. Glauben ist in diesen Gefilden kein Begriff, Wissen ist Macht.
Letztere Aussage besitzt natürlich Gültigkeit hüben wie drüben
Was soll TOR, GPG etc. im Fall der Fälle auf solchen Systemen nutzen, wenn eventuell schon das System an sich kompromitiert ist? Man gibt sich da einer absoluten Scheinsicherheit hin. Gell, da schießt mal wieder ein paranoider Spacken mit Kanonen auf Spatzen? Aber klar doch, ebenso jene die da vermeinen Sicherheit mit TOR & Co auf genau eben diesen Systemen zu erlangen … ergänzt sich doch prima, nicht wahr? Oder macht etwa Sicherheit auf Raten sinn?
Der Profi wirds schon richten, der Profi kann alles - der Profi kann aber in der Realität ebenso zünftig auf die Nase fallen und der Profi kann bei proprietären System auch nur schauen was aus der Blackbox herauskommt - mitunter ein intelligentes Ratespiel. Zudem braucht es erst tatsächliche Profis in diesen Bereichen, die ein wenig Licht ins Dunkel bringen können. Und ehrlich ich rüste lieber ein System auf, lerne dabei mit, also mittels Ratespielen ein System mehr oder weniger gut abzurüsten. Die Logik bei letzterem erschließt sich einem nicht wirklich, man kann sich natürlich recht gut winden mit allerlei Zweckoptimismus und hahnebüchenen Konstrukten.
Egal wie man es auch sieht, wer nur anwenden möchte hat schon verloren. Das ging nie und wird auch in Zukunft nicht funktionieren. Der Computer ist ein sehr komplexes Gerät und dieser wird auch in Zukunft immer komplexer, folglich ist der Traum von einem einfacher werdenden Betriebssystem mehr als naiv zu erachten. Gleiches gilt natürlich auch für das Internet … manche werden vielleicht wirklich erst durch Schaden klug.
Und alle anderen die das alles nicht wirklich koscher finden, können hier mal die Links durchstöbern. Nicht vergessen, Wissen ist Macht - immer und überall!

