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Überwachungs- und Killerroboter für Innenstädte

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Im Beitrag Roboterschwärme, Sensornetze und UAVs wies ich auf das AWARE Projekt der EU hin. In einer der Abbildungen waren auch kleine niedliche Roboter abgebildet. Bei denen handelt es sich um URUS Roboter, die im gleichnamigen EU Forschungsprojekt "Ubiquitous Networking Robotics in Urban Settings" (URUS) seit Dezember 2006 und bis Ende 2009 erforscht und entwickelt werden, also Roboter, die miteinander über Netzwerke kooperierend irgendwann allgegenwärtig in städtischen Gebieten auftauchen könnten, wo sich größere Menschenansammlungen und -bewegungen ergeben wie in Fußgängerzonen, Einkaufszentren, städtischen und kulturellen Einrichtungen.

In der Projektbeschreibung werden einige Forschungsziele beschrieben, deren Resultate als Grundlage dienen, damit solche Roboter eines Tages als mobile Informationsstationen, Führer oder Transportmittel Passanten in Innenstädten dienen, aber auch als mobiler Ersatz für den guten alten Streifenpolizisten und mobile Erweiterung städtischer Videoüberwachung.
URUS URUSWie sich die Wissenschaftler den URUS gerne vorstellen: Für den Transport und als Ratgeber. Die Videoüberwachungskamera in der zweiten Abbildung deutet auf den zweiten Verwendungszweck hin.
Zusammengefasst soll am Ende jeder Roboter in der Lage sein, jederzeit seinen Aufenthaltsort und den Aufenthaltsort jedes "Roboterkollegen" zu bestimmen. Über Videoverarbeitung, Objekterkennungsprogramme, die Daten aller Roboter, externe Sensoren und grafische Informationssysteme, die den städtischen Kontext (Straßen, Gebäude usw.) räumlich darstellen, wird eine ständig aktualiserte "Kartierung" der Umgebung vorgenommen und erstellt, die den Roboter in die Lage versetzten, Ereignisse, sich bewegende und statische Objekte, insbesondere Menschen voneinander zu unterscheiden und zu erkennen und eine räumliche Vorstellung vom jeweiligen Stadtgebiet zu gewinnen, um sich so autonom darin bewegen zu können. Über Funknetze können sich die Roboter unteinander abstimmen, wenn z. B. eine Aufgabe das gemeinsame Handeln erfordert, Informationen externer Sensoren wie z. B. Videoüberwachungskameras und Mikrofone auswerten und Informationen an PDAs und Handys von Passanten übertragen.

Erprobt werden erste Netzwerke mit URUS-Protypen gegen Ende des Projekts auf dem Campus der Technichen Universität von Katalonien, deren Institut für Robotik an dem URUS Projekt führend beteiligt ist und in ausgewählten Stadtvierteln in Barcelona.

Was die Roboter an Überwachungsfunktionen leisten können, wird in einem Überwachungsexperiment erprobt, das so beschreiben wird:
Einige Roboter werden in Verbindung mit dem Netzwerk [aus anderen Robotern, Akustik- und Videosensoren] das Stadtgebiet befahren, um unnormale Situationen aufzuspüren (zerstörte städtische Ausstattungen, große Gebiete mit Müll, verdächtige Aktivitäten etc.). Außerdem werden die vernetzten Roboter eingesetzt, um den Fluss von Leuten in den Straßen oder den Fluss beweglicher Elemente im Stadtgebiet zu messen. Zu diesem Zweck werden einige der Roboter mit speziellen Sensoren ausgrüstet und sie werden miteinander kooperieren müssen, um Informationen auszutauschen, sich ihren Aufenthaltsort mitzuteilen und einen Alarm auszusenden, wenn sie etwas Ungewöhnliches erkennen.
An dem Projekt ist übrigens auch die Universität von Surrey beteiligt (das waren die mit der Lippenüberwachung).

Sollte die reine Überwachung nicht mehr ausreichen, bietet sich dagegen ein Roboter wie der "Versatile, Intelligent and Portable Robot" (VIPeR) der israelischen Rüstungsschmide Elbit/IAI an, den Defense Update ausführlich im Beitrag Elbit Expands Range of Autonomous Ground Vehicles vorstellte.
Viper Roboter

Der VIPeR Killer-Robot.
Der ist auch für städtische Umgebungen gedacht und kann bereits jetzt mit Akustik- und Videosensorik ausgestattet seine Runden drehen, aber seine eigentliche Spezialität ist seine Funktion als kleiner mobiler Kampfroboter, auf den unterschiedliche Waffen wie Granatwerfer, Gewehre oder Maschinenpistolen montiert werden können.

Via: The Engineer - Face of the future.
von rabenhorst - Owl, gepostet am Sonntag, 11. März 2007 um 15:41
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