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Schäuble will “Bundesrepublik in einen Überwachungsstaat” umwandeln (Ex-Vizepräsident des Deutschen Bundestages)

Dieser Text ist im Cache von metaowl.de - das Original ist hier zu finden.

Owl content
Demo gegen Überwachung Nachtrag II:
Bürgerliche Freiheiten können verteidigt werden - zumindest können wir es versuchen. Mit Demonstrationen wie dieser:
“Freiheit statt Angst” lautet das Motto der Demonstration gegen Sicherheits- und Überwachungswahn am Samstag, 14. April 2007. Zu der Kundgebung in Frankfurt/Main rufen der Arbeitskreis Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! sowie zahlreiche Unterstützer auf --- mehr im LawBlog.

Schäubles gefährliche Träume
Liest man die Wünsche unseres Herrn Innenministers durch, so mag man grübeln, ob Herr Schäuble sich nicht manchmal als Staatssicherheitschef in einer schönen Diktatur träumt. Der würden seine Vorschläge zur Verschärfung der Überwachungsgesetze jedenfalls zur Ehre gereichen:
So verlangt er die Registrierung der Fingerabdrücke aller Bürger bei den Meldeämtern (im Grunde der so logische wie vorhersehbare nächste Schritt nach dem biometrischen Ausweis), die Nutzung der Mautdaten (ebenso logisch wie vorhersehbar), selbstverständlich sogenannte "Online-Durchsuchungen" und einiges mehr.

Das ist selbst der GdP zu viel:
"Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, wandte sich insbesondere gegen die geplante Speicherung von Fingerabdrücken. "Das wäre der Einstieg in eine bundesweite Fingerabdruck-Kartei und damit nach Auffassung der GdP ein grober Verstoß gegen das verfassungsmäßige Recht jedes einzelnen auf die sogenannte informationelle Selbstbestimmung" (...) Es sei unstrittig, dass der Kampf gegen den Terrorismus verbessert werden müsse, doch dürfe dabei "das Augenmaß nicht verloren gehen", warnte Freiberg." -
weiterlesen

Zur Genese der "Anti-Terror-Datei" siehe auch hier.

Nachtrag:
Man darf sich wohl fragen, ob Herr S. hier nicht zum Angriff auf die Grundsfesten unserer Demokratie bläst:
Nachdem sich die Sache mit den online-Durchsuchungen doch als rechtsstaatlich etwas komplizierter erwiesen hat, fordert er eine Grundgesetzänderung - (das sind jene Geräte, die mittlerweile die persönlichsten Daten von vielen Bürgern enthalten). Natürlich wäre es blanker Unsinn, Politiker, die demokratische Grundrechte außer Kraft setzen wollen, als "Terroristen" zu bezeichnen - die heißen irgendwie anders.

Nachtrag III:
Klare Worte von keinem Geringeren als dem ehemaligen Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Burkhard Hirsch, in der Süddeutschen:
"Die Zeit freundlicher Kritik und ständiger Mahnung, bei der Terrorismusbekämpfung Augenmaß zu wahren, geht zu Ende. Nun ist Widerstand geboten. Unter der neuen „Sicherheitsarchitektur“, die der Innenminister Schäuble plant, verbirgt sich die Verwandlung der Bundesrepublik in einen Überwachungsstaat." - weiterlesen


von Uhus *finest-assorted* Weblog Droppings, gepostet am Dienstag, 3. April 2007 um 7:32
Aufgrund der Textinhalte könnten folgende Beiträge thematisch zu diesem Beitrag passen:

Schäuble will “Bundesrepublik in einen Überwachungsstaat” umwandeln (Ex-Vizepräsident des Deutschen Bundestages)

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Demo gegen Überwachung Nachtrag II:
Bürgerliche Freiheiten können verteidigt werden - zumindest können wir es versuchen. Mit Demonstrationen wie dieser:
“Freiheit statt Angst” lautet das Motto der Demonstration gegen Sicherheits- und Überwachungswahn am Samstag, 14. April 2007. Zu der Kundgebung in Frankfurt/Main rufen der Arbeitskreis Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! sowie zahlreiche Unterstützer auf --- mehr im LawBlog.

Schäubles gefährliche Träume
Liest man die Wünsche unseres Herrn Innenministers durch, so mag man grübeln, ob Herr Schäuble sich nicht manchmal als Staatssicherheitschef in einer schönen Diktatur träumt. Der würden seine Vorschläge zur Verschärfung der Überwachungsgesetze jedenfalls zur Ehre gereichen:
So verlangt er die Registrierung der Fingerabdrücke aller Bürger bei den Meldeämtern (im Grunde der so logische wie vorhersehbare nächste Schritt nach dem biometrischen Ausweis), die Nutzung der Mautdaten (ebenso logisch wie vorhersehbar), selbstverständlich sogenannte "Online-Durchsuchungen" und einiges mehr.

Das ist selbst der GdP zu viel:
"Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, wandte sich insbesondere gegen die geplante Speicherung von Fingerabdrücken. "Das wäre der Einstieg in eine bundesweite Fingerabdruck-Kartei und damit nach Auffassung der GdP ein grober Verstoß gegen das verfassungsmäßige Recht jedes einzelnen auf die sogenannte informationelle Selbstbestimmung" (...) Es sei unstrittig, dass der Kampf gegen den Terrorismus verbessert werden müsse, doch dürfe dabei "das Augenmaß nicht verloren gehen", warnte Freiberg." -
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Zur Genese der "Anti-Terror-Datei" siehe auch hier.

Nachtrag:
Man darf sich wohl fragen, ob Herr S. hier nicht zum Angriff auf die Grundsfesten unserer Demokratie bläst:
Nachdem sich die Sache mit den online-Durchsuchungen doch als rechtsstaatlich etwas komplizierter erwiesen hat, fordert er eine Grundgesetzänderung - (das sind jene Geräte, die mittlerweile die persönlichsten Daten von vielen Bürgern enthalten). Natürlich wäre es blanker Unsinn, Politiker, die demokratische Grundrechte außer Kraft setzen wollen, als "Terroristen" zu bezeichnen - die heißen irgendwie anders.

Nachtrag III:
Klare Worte von keinem Geringeren als dem ehemaligen Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, Burkhard Hirsch, in der Süddeutschen:
"Die Zeit freundlicher Kritik und ständiger Mahnung, bei der Terrorismusbekämpfung Augenmaß zu wahren, geht zu Ende. Nun ist Widerstand geboten. Unter der neuen „Sicherheitsarchitektur“, die der Innenminister Schäuble plant, verbirgt sich die Verwandlung der Bundesrepublik in einen Überwachungsstaat." - weiterlesen


von Uhus *finest-assorted* Weblog Droppings, gepostet am um 7:00
Aufgrund der Textinhalte könnten folgende Beiträge thematisch zu diesem Beitrag passen:
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