Die Selbstverdauung des Tor Netzes
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Wie vielleicht einige bemerkt haben, habe ich in der Sidebar noch einen Tor Button aufgenommen, der zur Einrichtung eines eigenen Tor (Middleman) Routers "anstiften" soll. Das hat auch seinen Grund, weil ich bemerke, dass seit einiger Zeit die Verbindungsprobleme und Verbindungsgeschwindigkeiten im Tor Netz rapide zugenommen bzw. abgenommen haben. Eine Nachfrage per Jabber bei einem meiner Kontakte ergab eine Bestätigung und weitere Bestätigungen, die er eingeholt hatte. Aktuell ist Tor als Mittel, um anonyme Recherchen oder banales Websurfen zu betreiben, fast unbenutzbar und ich höre von immer mehr Leuten, dass sie entweder ganz auf die Anonymisierung per Tor verzichten oder wieder JAP nutzen.
Also gibt es hypothetisch entweder im Verhältnis zur gestiegenen Nachfrage viel zu wenig Tor Router, einen gestiegenen Gebrauch von Tor durch seine Nutzer für Übertragungen großer Datenvolumen, sprich File-Sharing oder — etwas verschwörungstheoretisch — es werden große Datenmengen bewußt von außen in das Tor Netz eingespeist.
Als Lösung für den ersten möglichen Grund gibt es nur einen Weg: Die drastische Erhöhung der Tor Router Anzahl, denn anscheinend sind die 800 - 900 Tor Router (laut Noreply) viel zu wenig. Und wer dazu beitragen kann sind einzig und allein die Admins von Rechenzentren, die einen Tor Router "verstecken" können und genauso die Internetnutzer, die einen Tour Router entweder auf ihrem privaten PC über ihren DSL-X-Tausend Anschluss oder auf externen Servern laufen lassen könnten. Geschieht dies nicht, wird sich das Tor Netz unweigerlich selbst auffressen.
Denjenigen, die über Tor nicht nur Kontaktanfragen und Namensauflösungen zu Peers und Nodes schicken, sondern sich auch gleich die eine oder andere fette Datei übertragen lassen, muss man sagen: Ihr seid nicht allein und gemeinsam seid ihr — solange das Tor Netz nicht einen dramatischen Ausbau an Tor Nodes und Bandbreite erfährt — die egoistischen Parasiten, die das Tor Netz von innen auffressen und nicht nur die Äste aller anderen Tor Nutzer, sondern auch ihren eigenen Ast absägen. Bis dahin ist Tor primär nur für kleine und kleinere Datenmengen gedacht: Damit Leute anonymisiert Text- und Bildinhalte anbieten, im Web surfen und recherchieren, miteinander chatten oder ihre E-Mails austauschen können. Mehr nicht. Das man auch darauf hinweisen muss, dass Tor vielleicht einmal zu einem der wichtigsten Mittel des technischen Datenschutzes gegen Vorratsdatenspeicherung und Internetüberwachung werden könnte, ist schon erbärmlich.
Geht lieber in eine Biblio- oder Videothek und leiht euch das, was ihr wollt. Alle Tor Router Betreiber sollten dagegen noch gründlicher und strenger als bisher den Versand großer Datenmengen für das File-Sharing unterbinden — nicht, um der Film- und Musikindustrie einen Gefallen zu unterweisen.
Zum letzten Punkt habe ich mir gedacht, dass es doch eigentlich nicht einfacher und effektiver sein kann, um das Tor Netz zu Fall zu bringen, ohne Anonymisierung generell verbieten, Tor Router Betreiber drangsalieren und kriminalisieren oder zur Vorratsdatenspeicherung zwingen zu müssen, als eine ausreichende Anzahl eigener Tor Clients nebst File-Sharing Servern und Clients ins Spiel zu bringen und damit das Tor Netz so dermaßen mit Datenübertragungen zu fluten, dass jeder aktive und jeder potentielle Tor Nutzer und Interessent das Interesse an Tor verliert. So würde ich das zum Beispiel machen, wenn ich in der einen oder anderen Cyberwar-, Polizei- oder Gehemdienstbehörde meinen Dienst verrichten müsste.

Als Lösung für den ersten möglichen Grund gibt es nur einen Weg: Die drastische Erhöhung der Tor Router Anzahl, denn anscheinend sind die 800 - 900 Tor Router (laut Noreply) viel zu wenig. Und wer dazu beitragen kann sind einzig und allein die Admins von Rechenzentren, die einen Tor Router "verstecken" können und genauso die Internetnutzer, die einen Tour Router entweder auf ihrem privaten PC über ihren DSL-X-Tausend Anschluss oder auf externen Servern laufen lassen könnten. Geschieht dies nicht, wird sich das Tor Netz unweigerlich selbst auffressen.
Denjenigen, die über Tor nicht nur Kontaktanfragen und Namensauflösungen zu Peers und Nodes schicken, sondern sich auch gleich die eine oder andere fette Datei übertragen lassen, muss man sagen: Ihr seid nicht allein und gemeinsam seid ihr — solange das Tor Netz nicht einen dramatischen Ausbau an Tor Nodes und Bandbreite erfährt — die egoistischen Parasiten, die das Tor Netz von innen auffressen und nicht nur die Äste aller anderen Tor Nutzer, sondern auch ihren eigenen Ast absägen. Bis dahin ist Tor primär nur für kleine und kleinere Datenmengen gedacht: Damit Leute anonymisiert Text- und Bildinhalte anbieten, im Web surfen und recherchieren, miteinander chatten oder ihre E-Mails austauschen können. Mehr nicht. Das man auch darauf hinweisen muss, dass Tor vielleicht einmal zu einem der wichtigsten Mittel des technischen Datenschutzes gegen Vorratsdatenspeicherung und Internetüberwachung werden könnte, ist schon erbärmlich.
Geht lieber in eine Biblio- oder Videothek und leiht euch das, was ihr wollt. Alle Tor Router Betreiber sollten dagegen noch gründlicher und strenger als bisher den Versand großer Datenmengen für das File-Sharing unterbinden — nicht, um der Film- und Musikindustrie einen Gefallen zu unterweisen.
Zum letzten Punkt habe ich mir gedacht, dass es doch eigentlich nicht einfacher und effektiver sein kann, um das Tor Netz zu Fall zu bringen, ohne Anonymisierung generell verbieten, Tor Router Betreiber drangsalieren und kriminalisieren oder zur Vorratsdatenspeicherung zwingen zu müssen, als eine ausreichende Anzahl eigener Tor Clients nebst File-Sharing Servern und Clients ins Spiel zu bringen und damit das Tor Netz so dermaßen mit Datenübertragungen zu fluten, dass jeder aktive und jeder potentielle Tor Nutzer und Interessent das Interesse an Tor verliert. So würde ich das zum Beispiel machen, wenn ich in der einen oder anderen Cyberwar-, Polizei- oder Gehemdienstbehörde meinen Dienst verrichten müsste.
von rabenhorst - Owl,
gepostet am Donnerstag, 17. Mai 2007 um 17:50

