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warum Suchmaschinen (immer) gefährlich sind

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Nun sie sind es nicht per se. Im Grunde genommen sind sie einfach nur ein probates Mittel, um Dinge zu finden, dabei wird mehr oder weniger geschickt vorgegangen. Aber von Luft und Liebe kann der Mensch oder eine Firma nun mal nicht leben, ergo muß ein Finanzierungsmodell her. Bei einer Firma die prof. data-mining betreibt liegt dies auf der Hand, man verdient mit den Daten das nötige Kleingeld. Über diese Tatsache braucht man überhaupt nicht zu diskutieren, das Fantasiegeschäft Werbung das dort zum Einsatz kommt ist allenfalls eine durch den Konsumenten querfinanzierte Blase, mehr nicht.

Google, wie auch schon damals Microsoft, hatten der Konkurrenz keine Qualität vorraus (jedenfalls nicht zu Beginn, diese Mär ob des besseren Algorithmus hält sich jedoch hartnäckig) wie viele vermeinen. Nein es war einfach bei Google diese Schlichtheit und bei Microsoft die massiven OEM Geschenke in den 80ern/90ern. Diese Schlichtheit bei Google, wenig Werbung etc., zog letztendlich, gepaart mit massiver Erreichbarkeit ob billiger eingekaufter 08/15 Hardware. Dazu hatte man dann konsequenterweise auch mit einem größeren Suchindex aufzuwarten und erweiterte zugleich noch stetig das Programm um diverse Dienste. Parallelen zu Microsoft sind da unverkennbar. Die Firma fühlt sich wohl, man deckt diverse Märkte nahezu monopolistisch ab und warum? Nun weil der User es liebt nur aus einer einzigen Ecke bedient zu werden, wenn dazu noch diese Dienste interoperabel sind … perfekte Welt und zugleich der perfekte GAU für die Datensicherheit.
Chris sprachs z.B. hier heute an, man geht mehr und mehr dazu über Google alleinig in jeder Lebenslage zu nutzen. Bequemlichkeit siegt und somit bleibt jedoch auch die Sicherheit auf der Strecke.
Man nutzt iGoogle, man nutzt Google als Suchmachine, man nutzt gleichermaßen GoogleEarth, Gmail, Google Apps, Google Notebook, Google BrowserCache, Google-was-weiß-ich. Der GAU ist perfekt - datenschutztechnische Gefahren sind natürlich in solch einem System erst recht interoperabel.

Die Abhilfe? Schnell weg von Google … hin zu? Ja wohin? Egal, jedenfalls nicht weg von Google - sondern Google einschränken, das langt. Ein wenig Google dort, ein wenig Yahoo hier, ein wenig WindowsLive zur Abwechslung nebenher etc., dazu gibts kleinere Maschinen wie MetaCrawler 1 und 2. Bieten leider nur einen kleinen Index, aber nebenher, zur Abwechslung - dann kann der datenschutztechnische GAU nie derart groß ausfallen.
Obacht ist natürlich geboten, wer z.B. Google meidet und einen der kleineren OEM Ableger nutzt, die Daten bei Mutter Google einkaufen, um sie ihren Suchenden wiederum anzubieten - da gewinnt man also nicht wirklich etwas - da ist alles irgendwie miteinander vermengt.

Was bleibt also, ebenso wie im Betriebssystemmarkt? Monokulturen meiden und vor allem keine Monokulturen schaffen. Geschnüffelt wird immer, doch solange nicht der omnipotente Datenabgleich erfolgt ist man bei unterschiedlichen großen Anbietern besser aufgehoben, als bei einem der schon alles richtet ;)

von F!XMBR, gepostet am Mittwoch, 23. Mai 2007 um 12:19
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