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Biometrische ePässe und ePersos wirken nicht

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Ein interessantes Ergebnis zur Sinnlosigkeit einer der teuersten Sicherheitssimulationen – hinsichtlich der Verschwendung an Steuergeldern und des Verlustes des Eigentums an der eigenen biometrischen Identität – und zur "Zweckmäßigkeit" der Einführung von ePässen und ePersos mit RFID Chip plus biometrischen Fingerabdrücken und Gesichtsbildern, passend zu den Boykottaufrufen, hat mal wieder eine Anfrage der Linken als Realitätsabgleich zutage gefördert.

Immer wieder seitens der Bundesregierung, der Bundesdruckerei und den Herstellern biometrischer Identifizierungstechniken mit den Argumenten beworben, die biometrisch und chiptechnisch aufgerüsteten eDokumente wären zwingend erforderlich, um eine höhere Fälschungssicherheit zu gewährleisten – obwohl die deutschen Ausweise bereits in ihrer alten Form als eine der sichersten ID-Dokumente weltweit gelten – und um dem verdeckten Einsickern von Terroristen mittels gefälschter ID-Dokumente präventiv vorbeugen zu können – obwohl es die angeblichen "Schläfer" gibt, die "Home-Grown Terrorists" im Inland, die als die große Bedrohung gehandelt werden und jede Grenze genug Schlupflöcher für ausgebildete Terrorkämpfer bietet, es sei denn, man zieht wie weiland in der DDR, an den israelischen Grenzen, der Grenze zu Nordkorea oder zu Mexiko möglichst lückenlose Überwachungszäune mit oder ohne Tötungsmaschinerie hoch – müssen die Anti-Terror Krieger der Bundesregierung in ihrer Antwort auf Frage 2 und 3 bekanntgeben:
2. Wie viele Fälschungen und Verfälschungen deutscher Pässe sind seit 2001 auf welche Art undWeise und bei welcher Gelegenheit aufgedeckt worden?

Im Rahmen der grenzpolizeilichen und sonstigen Kontrollmaßnahmen hat die Bundespolizei im Zeitraum 2001 bis 2006 insgesamt 6 Fälschungen und 344 Verfälschungen deutscher Pässe festgestellt.

3. Bei wie vielen der durchgeführten oder geplanten und aufgedeckten oder sonst verhinderten vermutlichen terroristischen Anschläge seit dem Jahre 2000 spielten bei Planung und Durchführung gefälschte deutsche Pässe oder Ausweise eine Rolle (bitte aufgeschlüsselt nach Jahren und Anlass darstellen)?

Der Bundesregierung sind keine derartigen Fälle bekannt.
Also wurden trotz 09/11 und allen folgenden Terroranschlägen in Deutschland und Europa, ob versucht, durchgeführt oder behauptet, im Durchschnitt seit 2001 pro Jahr 1 vollständige Fälschung und ca. 57 Verfälschungen erkannt, denn ob überhaupt alle Fälschungen oder Verfälschungen stets überall durch das Sicherheitspersonal und die High-Tech Grenzkontrollen aufgedeckt werden, ist höchst zweifelhaft.

Terroristen und Terrorverdächtige als die konstruierte Zielgruppe, gegen die sich ja die biometrische Vollerfassung aller Bürger richten soll, konnten mittels der zwingend notwendigen ID-Dokumente nicht "aufgedeckt" werden und das wird auch so bleiben, wenn sie nicht die Vollidioten sind, von denen anscheinend in den Bedrohungsszenarien und Sicherheitssimualtionen ausgegangen wird. Aber aus Bürgern könnten ja Terroristen werden und für den paranoiden Präventionsstaat ist zwanghaft bereits jeder Bürger potentieller Terrorist. Deshalb bekommt auch jeder Bürger seinen ePass und seinen ePerso verpasst, ob er will oder nicht.
von rabenhorst - Owl, gepostet am Montag, 18. Juni 2007 um 15:58
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