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ARTEs Anti-Überwachung Themenabend

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Hui, das war ja mal eine geballte Ladung an Anti-Überwachung Informationen, Statements und Bildern, die Arte mit dem Wir werden alle überwacht Themenabend bot.

Anschauen muss ich mir solche Berichte und Filme eigentlich nicht mehr, denn Neues gibt es nur selten darin zu finden. Aber ich begrüße natürlich jede umfangreichere Behandlung der Thematik in der Glotze. Die Moderation von Steffen Seibert war sehr erfrischend, weil hier endlich auch mal mehr Stellung gegen die ganzen Sicherheitssimulationen und den paranoiden Überwachungswahn der Politik bezogen wurde.

Außerdem ist es immer wieder interessant, erheiternd, kritikwürdig oder auch erschreckend, wie das Fernsehen die sehr komplexe und umfassende Problematik anfasst. Erschreckend empfand ich die krude Mixtur des Beitrags "Kontrolle total", der zwar etliche Techniken im Fließbandverfahren abhandelte, der aber durch die Überflutung mit teilweise völlig unpassenden Filmschnipseln und thematisch-technisch nicht zusammen gehörenden Einblendungen, die ganze Schitttechnik und die Invasion einer ganzen Armee von "Experten" für mich völlig die Tonne war. Wie kann man so etwas ins Fernsehen lassen.

Interessant war dann der zweite Beitrag "widerstand.com", weil er Initiativen und Gruppen aus dem Ausland vorstellte, die ich noch nicht kannte. Das auch mal Vertreter zu Wort kamen, die sich für militantere Aktionen gegen die technische Überwachungsinfrastruktur stark machen, die über den Widerstandsmodus hinausgehen, war mir persönlich sehr sympathisch. Na, wenn solch eine Symapthiebekundung gemäß der UN- und EU-Antiterrorabkommen nicht schon als Unterstützung des Terrorismus gewertet wird – wie leicht geht das?

Der dritte Beitrag "Big Brother City" führte noch einmal das ganze Ausmaß der Videoüberwachung in Großbritannien vor Augen, die mit dieser merkwürdigen Mischung aus Ablehnung, Ignoranz, Unterstützung und Gewöhnung seitens der Bevölkerung einhergeht. Das es mit dem digitalbridge/Shoreditch TV Projekt anscheinend (noch) nicht so vorangeht, weshalb Nutzer wegen der geringen Zahl an Überwachungskameras mit ihren niedrigen Zoomleistungen im Beitrag herumquengelten, habe ich mit Wohlwollen aufgenommen. Faszinierend fand ich die Bilder von Beschriftungen und Graffiti im Stadtbild mir ihrem Bezug zu Orwells 1984:
Big Brother City Screenshot
Big Brother City Screenshot
Big Brother City Screenshot
Big Brother City Screenshot
Big Brother City Screenshot
Big Brother City Screenshot
Big Brother City Screenshot
Die Beiträge wurden bisher auf einigen Bittorrent-Trackern und im ED2K Netz gesichtet, falls man die Beiträge persönlich für die Nachwelt, Enkel archivieren oder zur Anti-Überwachung Information in kleiner Runde nutzen will.
von rabenhorst - Owl, gepostet am Freitag, 22. Juni 2007 um 12:29
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