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Old-fashioned Bundestrojaner gegen Ecstasy-Dealer

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Über "Online-Durchsuchungen" und "Bundestrojaner" im alten Stil, also Keylogger und Screenshot Programme, die man nach einem Einbruch in die Wohnung auf (bzw. in der Hardware-Variante auch in oder an) dem Rechner des Zielobjekts der Ermittlungen installieren kann, wenn das Zielobjekt zwar OpenPGP benutzt – aber auf einem ansonsten kryptografisch ungesicherten Rechner – und begleitende Maßnahmen zur Überwachung der Internetkommunikation der beiden Ecstasy Produzenten / Dealer Mark Forrester und Dennis Alba berichtet Declan McCullagh im Artikel Feds use key logger to thwart PGP, Hushmail.

Neben dem Scarfo-Fall einer der wenigen öffentlich bekannt gewordenen Ermittlungen von US-Sicherheitsbehörden, bei denen es um den Einsatz eines Keylogger ging. Der Artikel enthält Auszüge der beeidigten Erklärung des DEA (Drug Enforcement Agency) Agenten Greg Coffey über die beantragten Überwachungsmaßnahmen und den Verschlüsselungseinsatz der beiden Dealer. Jedenfalls "kennt" Coffey PGP und dessen Entwickler "Bill Zimmermann" ;-)

Declan merkt in dem Artikel an, dass es keinen Hinweis gibt, ob die DEA auch Magic Lantern/DIRT ähnliche Systeme benutzt hätte, dessen Entwicklung vom FBI Ende der 90er nach den Niederlagen im "Kryptokrieg" aufgenommen wurde, um einen Trojaner mit Keyloggerfunktionen zu erhalten, den man von einem entfernten Rechner aus in das System des Zielobjekts einschleusen kann – eben das, was man heute auch als "Online-Durchsuchung" und "Bundestrojaner" bezeichnet.
von rabenhorst - Owl, gepostet am Mittwoch, 11. Juli 2007 um 11:11
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