10 Jahre “Netizens” - Venceremos?
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Futurezone bringt ein interessantes Interview mit Ronda Hauben, in dem es um den Begriff des "Netzbürgers" geht, der politisch aktiv und kollaborativ das Internet für die progressive Weiterentwicklung von Politik und Gesellschaft benutzt und sich deshalb auch für die "Freiheit" aller Netzbürger und des Internets einsetzt, um die Zeit vor der großen Kommerzialisierungswelle, die mit dem WWW einsetzte, profitgeile und verbohrte Internet- und "Web 2.0" Firmen und heutige Formen des "Netzbürgertums".
Ich kann mich noch erinnern, dass zur gleichen Zeit, als die Haubens an ihrem "Netizen Netbook" bastelten, der Begriff "Netizen" ständig verwendet wurde im Zusammenhang mit der damals umlaufenden Missbilligung der aukommenden Kommerzialisierung und ersten Ansätzen, das Internet und seine Bewohner stärker staatlich zu reglementieren und zu überwachen. Heute wird der Begriff nur noch selten gebraucht, was vielleicht auch nicht schlecht ist, denn die damit verbundenen Inhalte und Ziele – wenn man es mal positiv und optimistisch betrachten will – materialisieren sich heute in einer ganzen Bandbreite von Aktivitäten im Netz und außerhalb des Netzes: Angefangen bei Watchblogs und politischen Weblogs über zahlreiche Initiativen und Organisationen, Konferenzen und Zusammentreffen, den Ausprägungen der Open Source Bewegung und gemeinsamen Projekten.
Wenn man sich dann mal vor Augen führt, wie lang die Geschichte der Politik, von Herrschaft, Macht und politischer Emanzipation ist und dass die Geschichte des Internets gerade mal 38 Jahre, die des WWW 18 Jahre umfasst, mag man der optimistischen Perspektive von Ronda Hauben trotz steigender Reglementierung, Kommerzialisierung und Überwachung zustimmen:
Ich kann mich noch erinnern, dass zur gleichen Zeit, als die Haubens an ihrem "Netizen Netbook" bastelten, der Begriff "Netizen" ständig verwendet wurde im Zusammenhang mit der damals umlaufenden Missbilligung der aukommenden Kommerzialisierung und ersten Ansätzen, das Internet und seine Bewohner stärker staatlich zu reglementieren und zu überwachen. Heute wird der Begriff nur noch selten gebraucht, was vielleicht auch nicht schlecht ist, denn die damit verbundenen Inhalte und Ziele – wenn man es mal positiv und optimistisch betrachten will – materialisieren sich heute in einer ganzen Bandbreite von Aktivitäten im Netz und außerhalb des Netzes: Angefangen bei Watchblogs und politischen Weblogs über zahlreiche Initiativen und Organisationen, Konferenzen und Zusammentreffen, den Ausprägungen der Open Source Bewegung und gemeinsamen Projekten.
Wenn man sich dann mal vor Augen führt, wie lang die Geschichte der Politik, von Herrschaft, Macht und politischer Emanzipation ist und dass die Geschichte des Internets gerade mal 38 Jahre, die des WWW 18 Jahre umfasst, mag man der optimistischen Perspektive von Ronda Hauben trotz steigender Reglementierung, Kommerzialisierung und Überwachung zustimmen:
Auch die Pessimisten unter uns mussten aber zugeben, dass es auch hier in den USA noch überraschende gesellschaftliche Entwicklungen geben wird, die auf das Netz zurückzuführen sein werden. Das Netz ist noch jung und niemand kann seine Zukunft vorhersagen (...) J. C. R. Licklider hat das schon früh beschrieben. Er sagte, das Netz könne dabei helfen, die Bürger besser in die staatlichen Entscheidungsprozesse einzubinden (...) Bei diesen Prozessen stehen wir noch ganz am Anfang. Aber sie werden weitergehen, während immer mehr Menschen Zugang zum Internet bekommen. Die Netzbürger werden ihr Ideal einer direkten Demokratie über das Internet verbreiten.
Venceremos von rabenhorst - Owl,
gepostet am Sonntag, 29. Juli 2007 um 10:42

