calendar
« Jul12345678910111213141516171819202122232425262728293031 Sep »

Online-Durchsuchung auch ohne Richter?

Dieser Text ist im Cache von metaowl.de - das Original ist hier zu finden.

Die Berliner Zeitung berichtet heute: Schäuble lässt BKA online spähen.

Die Pläne von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) zur heimlichen Online-Durchsuchung von Computern gehen deutlich weiter als bisher bekannt. Das geht aus dem Entwurf eines “Gesetzes zur Abwehr von Gefahren des internationalen Terrorismus durch das Bundeskriminalamt” (BKA) hervor, das der Berliner Zeitung vorliegt. Demnach soll das BKA für begrenzte Zeit auch ohne richterliche Genehmigung Online-Durchsuchungen durchführen dürfen. Zudem ist ein Zugriff auf Computer auch dann erlaubt, wenn durch die Maßnahme unverdächtige Personen mitbetroffen sind. Das könnte der Fall sein, wenn mehrere Personen den betreffenden Computer nutzen oder der PC Bestandteil eines Netzwerks ist.

Die Massnahme soll man drei Tage lang ohne Richterliche Erlaubnis mit “Gefahr im Verzuge” durchführen können. Dann muss man den Richter entweder organisiert haben oder die Massnahme abbrechen. Bisher ist aber keine Regelung vorgesehen, was mit den Daten geschehen soll, die auf diese Weise gesammelt werden.

Zum Glück sind ja heutzutage nur wenige Computer* “Bestandteil eines Netzwerkes”. Also keine Panik.

(* Heisst ja jetzt Informationstechnische Systeme)

von netzpolitik.org Datenschutz, gepostet am Freitag, 31. August 2007 um 9:49
Aufgrund der Textinhalte könnten folgende Beiträge thematisch zu diesem Beitrag passen:
Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: