Polizeihorror gegen Tor Exit Router Betreiber
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Im Beitrag Tor madness reloaded berichtet Alexander nach seinen Erfahrungen mit dem BKA über das letzte Vorgehen gegen ihn als Tor Ausgangsknoten Betreiber, nachdem gegen ihn nicht mehr als "Sprengstoffattentäter" ermittelt wird.
Am 29. Juli 2007 klopfte es gegen 00:15 Uhr an Alexanders Tür, vor der Tür stand ein Polizeiteam mit Durchsuchungsbefehl. Man legte ihm sofort Handschellen an und setze ihn in seine Küche, während ein Durchsuchungsteam die komplette Wohnung, angefangen beim Arbeitszimmer, seinem Auto bis zu den Kleiderschränken, durchsuchte.
Wie Alexander schreibt, fanden die Polizisten besonders seine alten Chemiebücher, Pflanzendünger und technische Bauteile interessant, weil sie dem Verdacht der Polizisten entgegen kamen, einen Bombenleger vor sich zu haben.
In der Küche erklärten ihm die Polizsten auf Nachfragen Alexanders, er würde verdächtigt, in dem Polizisten-Webforum copzone.de eine Bombendrohung gegen eine ARGE der Arbeitsagentur gepostet zu haben. Alexander kam natürlich sofort der Missbrauch seines Tor Ausgangsknotens in den Sinn und er versuchte, den Polizisten in einer Kurzfassung zu erklären, dass er der Betreiber eines Tor Exit Servers sei, der sich gar nicht in den Räumen befindet, sondern in einer anderen Stadt (der übrigens kurioserweise nicht wie seine Rechner beschlagnahmt wurde) und was Tor ist. Er zeigte den Beamten zur Bestätigung seiner Erklärungen auch seinen Briefwechsel mit dem BKA, was aber alles von den anwesenden Beamten abprallte, die auf ein Forensikteam verwiesen, die sich das alles näher anschauen würden.
Nach einer halben Stunde wurden ihm die Handschellen abgenommen und sein Büroraum mit einem neuen Schloß der Polizei versehen, für das er auch noch selbst die Kosten übernehmen soll. Nach der Durchsuchung brachte man ihn zum Polizeipräsidium Düsseldorf, wo er für mehrere Stunden verhört wurde und nochmals vergeblich sein Egagement als Tor Server Betreiber und das Tor Netzwerk erklärte.
Wie er in der Tor Mailingliste weiter schildert, hatte ihn ein Polizeibeamter auch gefragt, ob er denn beweisen könne, dass der Datenverkehr ins Polizistenforum wirklich von seinem Tor Server und einem anderen Tor Nutzer kam und nicht doch von ihm selbst, der jetzt behaupten könne, dass sei ein fremder Nutzer seines Tor Servers.
Neben der Unwahrscheinlichkeit, dass ein technisch versierter Krimineller seinen eigenen Tor Server für das Posten von Bombendrohungen benutzt, ein reales Beispiel für die sich im deutschen Präventionsstaat durchsetzende Rechtsauffassung, dass nicht die Strafermittlungsbehörden einem Verdächtigen seine Schuld nachweisen müssen, sondern der Verdächtige solange als schuldig anzusehen ist, bis er selbst seine Unschuld beweisen kann, also kurz das Umkippen des Rechtsprinzips der Unschuldsvermutung.
Später am gleichen Tag kam dann noch ein Beamter der Staatsschutzabteilung der Düssldorfer Polizei vorbei, um das Schloß am Büroraum wieder zu entfernen.
Die trockene Wiedergabe der Ereignisse an dieser Stelle kann nicht den Schrecken und die Belastung wiedergeben, denen Alexander durch das Vorgehen der Polizei ausgesetzt wurde und man kann verstehen, dass Alexander nach diesem zweiten Vorfall für sich und auch seine Frau, die davon mitbetroffen ist, die Konsequenz zieht, seinen Tor Exit Server abzuschalten...wieder ein Tor Exit Server mehr, der in Deutschland verschwinden muss.
Entgegen großspuriger und akademischer Aussagen einzelner Personen, unter allen Umständen, "aufrecht und standhaft" zu bleiben, braucht sich meiner Meinung nach keiner der Tor Exit Betreiber, die so etwas wie Alexander erleben, Selbstvorwürfe machen, es an Zivilcourage mangeln zu lassen. Die haben sie mit ihrem privaten Betrieb eines Tor Exit Nodes schon bewiesen.
Es bleibt noch einmal anzumerken und darauf hinzuweisen, dass es in Deutschland nicht mehr geboten ist, als Privatperson statt eines Middleman Tor Routers einen Tor Exit Router zu betreiben, wenn dieser nicht außerhalb Deutschlands auf einem dezidiertem Server läuft und der Betreiber sicherstellen kann, dass er die Dienste des Hosters anonym bezahlen und nutzen kann. Eine zweite Gruppe von Personen mag sich trotz des real-existierenden Überwachungs- und Verfolgungsdrucks dazu bereit finden, in Deutschland weiter Tor Exit Router zu betreiben, wenn diese mögliche Verfolgungen auf sich nehmen können und in einem Verteidigungs- und Unterstüzungsbündnis wie der "German Privacy Foundation" eingebunden sind, die in den Startlöchern steht.
Weitere Tor "Erlebnisse der anderen Art" sind auf der Seite Verfolgung von Tor Ausgangsrouter Betreibern aufgeführt, wo auch dieser Beitrag erscheinen wird.
Am 29. Juli 2007 klopfte es gegen 00:15 Uhr an Alexanders Tür, vor der Tür stand ein Polizeiteam mit Durchsuchungsbefehl. Man legte ihm sofort Handschellen an und setze ihn in seine Küche, während ein Durchsuchungsteam die komplette Wohnung, angefangen beim Arbeitszimmer, seinem Auto bis zu den Kleiderschränken, durchsuchte.
Wie Alexander schreibt, fanden die Polizisten besonders seine alten Chemiebücher, Pflanzendünger und technische Bauteile interessant, weil sie dem Verdacht der Polizisten entgegen kamen, einen Bombenleger vor sich zu haben.
In der Küche erklärten ihm die Polizsten auf Nachfragen Alexanders, er würde verdächtigt, in dem Polizisten-Webforum copzone.de eine Bombendrohung gegen eine ARGE der Arbeitsagentur gepostet zu haben. Alexander kam natürlich sofort der Missbrauch seines Tor Ausgangsknotens in den Sinn und er versuchte, den Polizisten in einer Kurzfassung zu erklären, dass er der Betreiber eines Tor Exit Servers sei, der sich gar nicht in den Räumen befindet, sondern in einer anderen Stadt (der übrigens kurioserweise nicht wie seine Rechner beschlagnahmt wurde) und was Tor ist. Er zeigte den Beamten zur Bestätigung seiner Erklärungen auch seinen Briefwechsel mit dem BKA, was aber alles von den anwesenden Beamten abprallte, die auf ein Forensikteam verwiesen, die sich das alles näher anschauen würden.
Nach einer halben Stunde wurden ihm die Handschellen abgenommen und sein Büroraum mit einem neuen Schloß der Polizei versehen, für das er auch noch selbst die Kosten übernehmen soll. Nach der Durchsuchung brachte man ihn zum Polizeipräsidium Düsseldorf, wo er für mehrere Stunden verhört wurde und nochmals vergeblich sein Egagement als Tor Server Betreiber und das Tor Netzwerk erklärte.
Wie er in der Tor Mailingliste weiter schildert, hatte ihn ein Polizeibeamter auch gefragt, ob er denn beweisen könne, dass der Datenverkehr ins Polizistenforum wirklich von seinem Tor Server und einem anderen Tor Nutzer kam und nicht doch von ihm selbst, der jetzt behaupten könne, dass sei ein fremder Nutzer seines Tor Servers.
Neben der Unwahrscheinlichkeit, dass ein technisch versierter Krimineller seinen eigenen Tor Server für das Posten von Bombendrohungen benutzt, ein reales Beispiel für die sich im deutschen Präventionsstaat durchsetzende Rechtsauffassung, dass nicht die Strafermittlungsbehörden einem Verdächtigen seine Schuld nachweisen müssen, sondern der Verdächtige solange als schuldig anzusehen ist, bis er selbst seine Unschuld beweisen kann, also kurz das Umkippen des Rechtsprinzips der Unschuldsvermutung.
Später am gleichen Tag kam dann noch ein Beamter der Staatsschutzabteilung der Düssldorfer Polizei vorbei, um das Schloß am Büroraum wieder zu entfernen.
Die trockene Wiedergabe der Ereignisse an dieser Stelle kann nicht den Schrecken und die Belastung wiedergeben, denen Alexander durch das Vorgehen der Polizei ausgesetzt wurde und man kann verstehen, dass Alexander nach diesem zweiten Vorfall für sich und auch seine Frau, die davon mitbetroffen ist, die Konsequenz zieht, seinen Tor Exit Server abzuschalten...wieder ein Tor Exit Server mehr, der in Deutschland verschwinden muss.
Entgegen großspuriger und akademischer Aussagen einzelner Personen, unter allen Umständen, "aufrecht und standhaft" zu bleiben, braucht sich meiner Meinung nach keiner der Tor Exit Betreiber, die so etwas wie Alexander erleben, Selbstvorwürfe machen, es an Zivilcourage mangeln zu lassen. Die haben sie mit ihrem privaten Betrieb eines Tor Exit Nodes schon bewiesen.
Es bleibt noch einmal anzumerken und darauf hinzuweisen, dass es in Deutschland nicht mehr geboten ist, als Privatperson statt eines Middleman Tor Routers einen Tor Exit Router zu betreiben, wenn dieser nicht außerhalb Deutschlands auf einem dezidiertem Server läuft und der Betreiber sicherstellen kann, dass er die Dienste des Hosters anonym bezahlen und nutzen kann. Eine zweite Gruppe von Personen mag sich trotz des real-existierenden Überwachungs- und Verfolgungsdrucks dazu bereit finden, in Deutschland weiter Tor Exit Router zu betreiben, wenn diese mögliche Verfolgungen auf sich nehmen können und in einem Verteidigungs- und Unterstüzungsbündnis wie der "German Privacy Foundation" eingebunden sind, die in den Startlöchern steht.
Weitere Tor "Erlebnisse der anderen Art" sind auf der Seite Verfolgung von Tor Ausgangsrouter Betreibern aufgeführt, wo auch dieser Beitrag erscheinen wird.
von rabenhorst - Owl,
gepostet am Sonntag, 16. September 2007 um 10:12

