Das BKA und die merkwürdigen Ermittlungsmethoden
Sofern es keine große dicke Ente ist (was angesichts der zitierten
Quellen zumindest wenig wahrscheinlich ist), ist diese
Meldung schon seltsam:
Das BKA speicherte demnach die IP-Adressen
der Besucher einer Webseite, die das BKA selbst über die "Militante
Gruppe" (das ist jene Gruppe, derentwegen ein Berliner Wissenschaftler
offenbar aus absurden Folgerungen heraus ins
Visier der Fahnder geriet) erstellt hat. Die IP-Adressen wurden
sodann offenbar (!) zurückverfolgt. Ob die so gewonnenen Personennamen
nach erkannter Unbegründetheit des Verdachts dann gelöscht wurden, ist
unbekannt. Daher wirkt ein Gedankenspiel eines Kommentators auf Netzpolitik
gar nicht so fern und charakterisiert treffend die gesamte
Datenschutzproblematik (auch wenn die "Einleitung von Ermittlungen" wohl
zu hoch gegriffen ist - in diesem Stadium):
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Irgendwann 2005 versehentlich auf der BKA-Seite zur Militanten
Gruppe gelandet. (...) |
Nachtrag:
In dem Zusammenhang sei auf die Kampagne "Wir
speichern nicht!" des AK Vorratsdatenspeicherung hingewiesen.

