Sackgasse Videoüberwachung: Die BVG hat uns belogen
Studie: Videoüberwachung in Berliner U-Bahn brachte keinen Sicherheitsgewinn: Im April 2006 begann ein Pilotprojekt, mit dem die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) auf drei U-Bahn-Linien testen wollten, inwieweit sie mit 24-Stunden-Videoüberwachung die Kriminalität senken können. Neben den U-Bahnlinien U2 und U6 war auch die U8 Bestandteil des Versuchs.
Eine in Auftrag gegebene wissenschaftliche Auswertung des Projekts durch das Büros für angewandte Statistik wurde jedoch nach einem Zwischenbericht überraschend gekündigt. Die BVG sprach davon, daß sich das Pilotprojekt bei der Aufklärung von Tätlichkeiten und Sachbeschädigungen bewährt habe und beschloß eine Ausweitung auf alle 170 Berliner U-Bahnhöfe bis Jahresende.
Nun konnte die Bürgerrechtsgruppe Humanistische Union die Offenlegung des Berichts (
, 6,5 MB) erzwingen, den die BVG bisher verweigert hatte. Danach führte die Videoüberwachung und -aufzeichnung auf den drei U-Bahn-Linien nicht zu einer sinkenden Kriminalitätsrate, sondern im Gegenteil sogar zu einem leichten Anstieg. [heise online news]
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