Rühr meine DNA nicht an
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Zur Ergänzung des Beitrags Frankreichs Immigranten als Versuchskaninchen für die DNA-Erfassung berichtet das Electronic Privacy Information Center (EPIC) im Beitrag "French Protest DNA Database Law" des letzten Newsletter 14.21 über eine Demonstration gegen die DNA-Tests an Immigranten, die am 14. Oktober Paris stattfand.

Demonstration gegen DNA-Tests in Paris.
Foto links: AFP/Jean Ayissi. Foto rechts: AFP.
Die Demonstration, die von einem Konzert begleitet wurde, war von der Organisation SOS Racisme durchgeführt worden, die zusammen mit dem französischen Satiremagazin Charlie Hebdo auch am 2. Oktober die Petition Rühr meine DNA nicht an startete.
Dem folgte am 9. Oktober ein Diskussionsforum in Paris, das neben SOS Racisme und Charlie Hebdo von der linksliberale Zeitung Libération organsiert wurde und an dem sich viele französische Künstler, Intellektuelle und Politiker beteiligten, die den Plänen des Sarkozy-Administration ablehnend gegenüberstehen, darunter z. B. Isabelle Adjani, Michel Piccoli und der Philosoph Bernard-Henry Lévy.
Während an der Demonstration in Paris 6000 Franzosen teilnahmen, beteiligten sich an der Petition bis jetzt 262312 Franzosen.

Abbildungen auf der Website der Petition.
In der Petition, auf der Demonstration und den Diskussionsforen weisen die Widerständler darauf hin, dass nach französischem Recht nicht die DNA darüber entscheidet, was Familie und Elternschaft ausmacht. Die Genetik und DNA-Tests dürften auch nicht als entscheidendes Kriterium herangezogen werden, um das Urteil über das Recht auf Einreise und Aufenthalt zu fällen. Die Heranziehung der DNA beschädige auch Gesetze zur Bioethik, die einen Missbrauch der Gentechnik als Mittel staatlicher Kontrolle und Gesellschaftspolitik verhindern sollen. Die Maßnahmen der Sarkozy-Administration stellten Immigranten unter Generalverdacht und befördern in Zeiten gewachsenen Misstrauens gegen Ausländer auch den sozialen Unfrieden.
Die Maßnahmen gegen Immigranten und die DNA-Tests riefen bei der Demonstration auch Erinnerungen an die Kollaboration des Vichy-Regimes mit den Nazis wach. Ein Blick in die französischen Google News mit ADN (DNA) zeigt, dass in französischen Zeitungen wie Le Figaro, Le Monde oder Libération die rassistisch-faschistoiden Pläne der Sarkozy-Administration weiter ein großes Thema sind.

Demonstration gegen DNA-Tests in Paris.
Foto links: AFP/Jean Ayissi. Foto rechts: AFP.
Während an der Demonstration in Paris 6000 Franzosen teilnahmen, beteiligten sich an der Petition bis jetzt 262312 Franzosen.

Abbildungen auf der Website der Petition.
Die Maßnahmen gegen Immigranten und die DNA-Tests riefen bei der Demonstration auch Erinnerungen an die Kollaboration des Vichy-Regimes mit den Nazis wach. Ein Blick in die französischen Google News mit ADN (DNA) zeigt, dass in französischen Zeitungen wie Le Figaro, Le Monde oder Libération die rassistisch-faschistoiden Pläne der Sarkozy-Administration weiter ein großes Thema sind.
von ravenhorst - Owl,
gepostet am Samstag, 20. Oktober 2007 um 19:38


