Da gehen sie hin, Eure Daten
Bei einem der letzten Panels gestern bin ich auf einen interessanten Datenschutzaspekt im Rahmen von Web 2.0-Anwendungen hingewiesen , ach was, mit der Nase darauf gestupst worden: Einer der Autoren von conservativehome, einem Weblog für Mitglieder der Konservativen Partei Großbritanniens, hat ein wenig Data-Mining betrieben und in den Facebook-Profilen nachgeforscht, wieviele dort angemeldete Mitarbeiter der BBC welcher politischen Richtung angehören. Zwar waren nur etwa 15 Prozent der über 10.000 Facebook-Mitglieder, die sich als der BBC zugehörig outeten, auch gleichzeitig so leichtsinnig, ihre politische Gesinnung zur Schau zu stellen, doch davon nannte sich eine übergroße Mehrheit liberals, was wohl auf Britisch links bedeutet.
Und diese dünne Datenbasis genügte jedenfalls den Konservativen, die die gute alte Tante BBC sowieso schon immer als linksradikal verdächtigen und am liebsten abstellen würden, um eine Kampagne loszutreten: There are eleven times more 'liberals' at the BBC than 'conservatives'. OK, ich behaupte jetzt mal frech, daß 9.000 Konservative in der BBC nicht so dämlich waren, sich als Konservative zu outen und daß die restlichen zigtausend Konservativen in der BBC nicht einmal wissen, was Facebook eigentlich ist... ![]()
Aber das ändert nichts an der Tatsache, daß die öffentliche Preisgabe solch persönlicher Informationen in sozialen Netzwerken nichts zu suchen hat und welche Gefahren lauern, an die man nicht einmal selber denkt, wenn man sie dennoch preisgibt.
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