calendar
« Okt123456789101112131415161718192021222324252627282930 Dez »

Noch ein paar Killer-Roboter

Dieser Text ist im Cache von metaowl.de - das Original ist hier zu finden.
Die High-Tech Armeen dieser Welt mit genügend finanziellen Ressourcen können bald ihren Arsenalen wieder zwei neue Killer-Roboter hinzufügen, mit denen sie sich auf ihre roboterisierten Kriege vorbereiten.

Der erste Killer-Roboter ist das Produkt aus der TALON Roboter-Plattform von Foster-Miller und einer Metalstorm Kanone mit vier Geschützrohren.

Bei Metalstorms Geschützen und Handwaffen werden mehrere Projektile zu einer Reihe zusammengesteckt direkt aus dem Rohr abgefeuert. Die Zündung des Treibmittels der Projektile und die Steuerung des Abfeuern wird dabei komplett elektronisch durchgeführt. Dadurch können die Projektile rasend schnell abgefeuert werden, entweder aus allen Geschützläufen zugleich, aus einem einzelnen Lauf, alle gleichzeitig oder hintereinander mit einzelnen Schüssen. Zusätzlich können mehrere verschiedene Munitionstypen – tödlich wie "nicht-töflich" – zugleich verwendet werden.
Metalstorm Munition

Metalstorm Munition.
Abbildung: Metalstorm.
So eine Kanone hat Metalstorm auf die Roboter-Plattform eines TALON Roboters gesetzt, die sich durch ihre Flexibilität auszeichnet, mit der verschiedene Aufsätze zur Bewaffnung oder Ausrüstung mit Videoüberwachungssystemen und Sensoren auf derselben Plattform montiert werden können. Das scheint auch U. S. Navy zu interessieren, an deren Dahlgren Division des Naval Surface Warfare Centers Metalstorm Mitte November einen der Roboter Prototypen zum Austesten ausgeliefert hat. Von der U. S. Army wird das gleiche System bereits seit 2005 ausprobiert.
Metalstorm Roboter Metalstorm Roboter

Abbildungen: Metalstorm.
Vor der Auslieferung an die Navy hatte Metalstorm Anfang November eine Vereinbarung mit dem ebenfalls bekannten Hersteller militärischer Roboter iRobot getroffen, mit dem Ziel, gemeinsam eine neue bewaffnete Robotergeneration zu entwickeln, die auf den Waffensystemen von Metalstorm und der iRobot Plattform basieren wird. Einen Prototypen stellten iRobot und Metalstorm im Oktober auf der Association of the United States Army (AUSA) Konferenz vor:
iRobot Metalstorm

iRobot Metalstorm Roboter.
Abbildung: Metalstorm.
iRobot hat sich bereits mit Taser eingelassen, um deren Elektroschockwaffen auf ihren Roboter zu montieren, deshalb verwundert es nicht, dass der iRobot nun auch einen Metalstorm Geschützturm verpasst bekommt.

Eine ähnliche Plattform stellt das Metalstorm Redback System dar, das auf bemannte oder unbemannte Kampffahrzeuge montiert wird. Das Geschütz ist mit einer Infrarotkamera, Zoom-Videokamera, einem Laser und einem Zielerfassungssystem verbunden, das der automatischen Verfolgung und Zielerfassung von sich bewegenden Zielen bei Nacht und Tageslicht dient.
Metalstorm Redback

Redback Geschütz.
Abbildung: EOS.
Die Steuerung und Sensorik der Metalstorm Geschütze liefert EOS, während Munition für die Metalstorm Waffen vom Unternehmen Singapore Technologies Kinetics (STK) stammt.

Von STK gibt es nicht nur Explosivgeschosse für Metalstorm, sondern auch sogenannte "nicht-tödliche" Munition, die nicht dem Töten von Zivilisten und feindlichen Soldaten dienen, sondern der Aufstandsbekämpfung und Kontrolle größerer Menschenansammlungen.
STK nicht lethale Munition

"Nicht-tödliche" Munition von STK.
Abbildung: STK.
Auch den "Markt" der Aufstandsbekämpfung und "nicht-tödlichen" Massenkontrolle gedenkt sich Metalstorm zu erschließen – mit der Unterstützung der U. S. Army, für deren "Crowd Control Program" Metalstorm zur Zeit das Metalstorm Crowd Control System entwickelt, das auf unbemannten Robotern oder bemannten Fahrzeugen montiert wird, um die Spezialmunition von dort auf Demonstranten und Aufständische abzufeuern.
Metalstorm CCS

Aus Mai 2007 Präsentation von Metalstorm
Aber auch QinetiQs Foster-Miller hatte sich Anfang Oktober für seine TALON SWORD Roboter mit MAARS etwas Neues einfallen lassen. QinetiQ bezeichnet MAARS als "Transformer-ähnliche" Plattform für die TALON SWORDS, weil MAARS (Modular Advanced Armed Robotic System) aus einem einheitlichen Robotergestell mit einem Montagearm besteht, mit dem ein TALON SWORD MAARS zwischen verschiedenen Modulen während des Betriebes wechseln kann. Der Roboter kann also zwischen einem Maschinengewehr (wofür Foster-Miller eine schwerere Variante gewählt hat, als bei den Vorgängern), einem Sensor zur Erkennung von Sprengstofffallen oder demnächst einem Metalstorm Geschütz wählen, während zuvor einzelne Geräte fest auf einem TALON montiert wurde.
TALON SWORD MAARS

MAARS mit M240B Maschinengewehr.
Foto: QintiQ.
Via: Military Tech - Metal Storm reaches Navy test range
von ravenhorst - Owl, gepostet am Freitag, 23. November 2007 um 20:40
Aufgrund der Textinhalte könnten folgende Beiträge thematisch zu diesem Beitrag passen:
Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: