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Selbstüberwachung im japanischen Verteidigungsministerium

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In Japan ist sich das Verteidigungsministerium bewußt oder paranoid genug, dass man mit GPS Handys auch prima GPS-Tracking der Handys betreiben kann und dort Datenmissbrauch möglich wird, wo zu viele Daten erhoben werden. Wie Japan Today in der Meldung Defense Ministry scraps plan to have officials carry GPS phones berichtet, hatte das Ministerium eigentlich vor, sich per GPS als Großer Bruder gegenüber Angehörigen des Verteidigungsministeriums zu verhalten.

Wegen Korruptionsskandalen, bei denen es für einige Ministeriumsangehörige Einladungen zum Golf, zu Trinkgelagen und anderen Verlustierungen gab, die ihnen Waffenhändler und Zulieferer des Ministeriums spendierten, sollten die Ministeriumsangehörigen dazu verpflichtet werden, ständig ein Handy mit GPS bei sich zu tragen, über die das Ministerium stets und besonders an den Wochenenden auf dem Laufenden bleiben sollte, wo sich seine hochrangigen Schäfchen bevorzugt aufhalten: Im Puff, auf dem Golfplatz oder in Nachtclubs.

Da aber Hacker (der Cyber-War ist ja wieder überall in aller Munde) über Datenlecks und die GPS Handys an die Aufenthaltsdaten von hochrangigen Vertretern des Ministeriums gelangen könnten, sei man wieder von diesem Plan abgerückt, wie das Ministerium mitteilte.

Stattdessen gibt das Verteidigungsministerium den "Kleinen Bruder": Die hochrangigen Beamten müssen nun vor jedem Wochenende einen Bericht über ihre geplanten Wochenendaktivitäten beim Verteidigungsministerium abliefern.
von ravenhorst - Owl, gepostet am Sonntag, 2. Dezember 2007 um 18:57
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