Wissenschaftliche Umfragen
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Ich weiß ja nicht, wie es den anderen Bloggern geht, aber mich erreichen ab und an Anfragen per E-Mail, an universitären Umfragen teilzunehmen, die mit Weblogs, Social Networks usw. zu tun haben. Das ist auch in Ordnung, aber was mich regelmäßig stört, ist der Inhalt der Anfragen und Umfragen.
Nach dem Hinweis, dass mein Weblog ausgewählt, gezogen wurde, beginnen die immer mit einer vagen Formulierung wie "im Rahmen der Studie/des Forschungsprojekts [nichtssagende Schlüsselwörter-Anreihung] am Institut/an der Universität [Bezeichnung ohne Link] möchten wir sie zur Teilnahme einladen".
Nähere Informationen und Links, wie das Forschungsprojekt, die Studie oder die Arbeit genau heißt, welchem Zweck sie dienen, in welchem Kontext sie stehen oder wer genau die Auftraggeber oder Geldgeber sind, fehlen meistens. Die könnten zum Beispiel auch ein Unternehmen sein, mit dem ich sonst nichts zu tun haben wollte oder auch ein Nachrichtendienst. Auch über ein wenig Hinterherrecherchiererei auf den Websites ist meistens nichts in Erfahrung zu bringen. Bliebe nur der ominöse "Ansprechspartner", den man jedesmal per E-Mail kontaktieren müsste. Auch zu dem gibt es meistens außer dem Namen nichts: Ob er Student ist, wissenschaftlicher Mitarbeiter oder wissenschaftliche Hilfskraft, welcher Fakultät er angehört.
Dann folgt der Link zur Umfrage, die entweder bei der Forschungseinrichtung selbst gehostet wird oder über einen externen Dienstleister. Wie der mit den Daten umgeht: Keine Ahnung.
An der URL sieht man immer sofort, ob es eine allgemeine oder personalisierte Umfrage ist. Beim zweiten Typ hängt meistens ein String hinten dran. Beim ersten Typ ist eine anonym bleibende Umfrage gewährleistet, wenn man die Webseite der Umfrage per Tor aufruft und sie ohne Javascript und Cookies nutzen kann. Beim zweiten Typ ist die Anonymisierung per Tor überflüssig. Dafür warten die Umfragen des ersten Typs oft mit Fragen nach Alter, E-Mail Adresse usw. auf, damit "wir Sie über das Ergebnis der Umfrage informieren können".
In der E-Mail wird je nachdem hoch und heilig versprochen, dass alles vertraulich behandelt wird, anonym bleibt und die Angaben und Antworten keinen Dritten überlassen werden. Mehr als das Versprechen hat man nicht, eine Datenschutzerklärung in der E-Mail oder auf der Website der Umfrage fehlt meistens.
Und deshalb nehme ich meistens auch nicht an diesen Umfragen teil, denn so geht das nicht, liebe Leute an den Unis. Ich erwarte vorab in der E-Mail genaue Informationen und Links zu Inhalt, Kontext und Hintergrund einer Umfrage, ich erwarte für meine Teilnahme konkrete Informationen zum "Ansprechspartner" und zum Auftraggeber, die Möglichkeit, an einer Umfrage immer anonym teilnehmen zu können und eine Datenschutzerklärung, auf die ich Euch festnageln kann. Andernfalls könnt Ihr Euch Eure Umfragen schenken, denn die wandern dann dahin, wo sie hin gehören: In den virtuellen Shredder.
Nach dem Hinweis, dass mein Weblog ausgewählt, gezogen wurde, beginnen die immer mit einer vagen Formulierung wie "im Rahmen der Studie/des Forschungsprojekts [nichtssagende Schlüsselwörter-Anreihung] am Institut/an der Universität [Bezeichnung ohne Link] möchten wir sie zur Teilnahme einladen".
Nähere Informationen und Links, wie das Forschungsprojekt, die Studie oder die Arbeit genau heißt, welchem Zweck sie dienen, in welchem Kontext sie stehen oder wer genau die Auftraggeber oder Geldgeber sind, fehlen meistens. Die könnten zum Beispiel auch ein Unternehmen sein, mit dem ich sonst nichts zu tun haben wollte oder auch ein Nachrichtendienst. Auch über ein wenig Hinterherrecherchiererei auf den Websites ist meistens nichts in Erfahrung zu bringen. Bliebe nur der ominöse "Ansprechspartner", den man jedesmal per E-Mail kontaktieren müsste. Auch zu dem gibt es meistens außer dem Namen nichts: Ob er Student ist, wissenschaftlicher Mitarbeiter oder wissenschaftliche Hilfskraft, welcher Fakultät er angehört.
Dann folgt der Link zur Umfrage, die entweder bei der Forschungseinrichtung selbst gehostet wird oder über einen externen Dienstleister. Wie der mit den Daten umgeht: Keine Ahnung.
An der URL sieht man immer sofort, ob es eine allgemeine oder personalisierte Umfrage ist. Beim zweiten Typ hängt meistens ein String hinten dran. Beim ersten Typ ist eine anonym bleibende Umfrage gewährleistet, wenn man die Webseite der Umfrage per Tor aufruft und sie ohne Javascript und Cookies nutzen kann. Beim zweiten Typ ist die Anonymisierung per Tor überflüssig. Dafür warten die Umfragen des ersten Typs oft mit Fragen nach Alter, E-Mail Adresse usw. auf, damit "wir Sie über das Ergebnis der Umfrage informieren können".
In der E-Mail wird je nachdem hoch und heilig versprochen, dass alles vertraulich behandelt wird, anonym bleibt und die Angaben und Antworten keinen Dritten überlassen werden. Mehr als das Versprechen hat man nicht, eine Datenschutzerklärung in der E-Mail oder auf der Website der Umfrage fehlt meistens.
Und deshalb nehme ich meistens auch nicht an diesen Umfragen teil, denn so geht das nicht, liebe Leute an den Unis. Ich erwarte vorab in der E-Mail genaue Informationen und Links zu Inhalt, Kontext und Hintergrund einer Umfrage, ich erwarte für meine Teilnahme konkrete Informationen zum "Ansprechspartner" und zum Auftraggeber, die Möglichkeit, an einer Umfrage immer anonym teilnehmen zu können und eine Datenschutzerklärung, auf die ich Euch festnageln kann. Andernfalls könnt Ihr Euch Eure Umfragen schenken, denn die wandern dann dahin, wo sie hin gehören: In den virtuellen Shredder.
von ravenhorst - Owl,
gepostet am Dienstag, 26. Februar 2008 um 8:15

