Von: Melancholia
Als Image, wirtschaftlich, für Investoren, anhand irgendwelcher Bertelsmann-Indices, steht D. ja möglicherweise wirklich besser da als zuvor. Was — so der Neoliberalismus — genau so auch unbedingt erforderlich ist, und mittelbar dann wiederum den Bürgern zugutekommt, über Bande, in paar Jahren oder Jahrzehnten, oder nächste Woche, whatever.
Das ist doch das eigentliche Dilemma, diese, selbstgeschaffene Sachzwanglogik. Staat und politik stellen die Wirtschaft, und nicht das Glück des Bürgers, in den Mittelpunkt. Weil die Wirtschaft dann dieses Glück, angeblich viel effizienter, herstelle. Dass dieses Glück selbst wenn es so wäre, eher materiell definiert ist, und was dabei alles, für jeden sichtbar, unter die Räder kommt — nur noch Stoff für «Weltverbesserer» und «Phantasten». Fragt sich blos, wer hier die Träumer sind, und wer die Realisten.

