Fingerabdrücke in Großbritannien zur Fahndung ausgeschrieben
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Die denkwürdige Aktion der Veröffentlichung der Fingerabdruck-Schablone von Bundesinnenminister Schäuble durch den Chaos Computer Club, um das Bewußtsein der Medien und der Öffentlich wieder verstärkt für Thema der schleichenden Vollerfassung aller biometrischen Merkmale, ihrer Nutzung zur Identifizierung und Authentisierung mittels ID-Karten und der damit einhergehenden Simulation von Sicherheit zu triggern, macht langsam international Schule.

Fingerabdruckvorlage von Dr. Wolfgang Schäuble.
Kurz nach der Aktion griffen verschiedene internationale Zeitungen, Webforen und Weblogs die Aktion auf und exportierten so die Idee des Clubs auch in andere Staaten wie die USA oder Großbritannien, wo der Ausgabe von ID-Karten und der damit verbundenen Fingerabdruckerhebung ebenfalls Kritik und Widerstand entgegengebracht wird.
Wie der Guradian im Artikel ID card rebels offer £1,000 for Brown's fingerprints berichtet, werden die beiden Datenschutz- und Bürgerrechtsinitiativen NO2ID und die britische Sektion von Privacy International kommende Woche an den Haltestellen der Londoner U-Bahn und in öffentlichen Toiletten "Gesucht werden..." Plakate aufhängen, wie sie von Strafverfolgungsbehörden zur öffentlichen Fahndung von Straftätern verwendet werden. Ähnliche Plakataktionen erfreuen sich schon seit einiger Zeit bei Friedensaktivisten und Datenschützern großer Beliebtheit:

CCC "Fahndung" nach "Datenschutzverbrechern" 2004, Fahndung nach den Kriegsverbrechern Bush und Blair 2003.
Auf dem Fahndungsplakat der beiden Organisationen werden demjenigen 1000 £ geboten, der für die beiden Initiativen die Fingerabdrücke von Premierminister Gordon Brown oder der Ministerin für Sicherheit und Ordnung (ehemals Innenministerium) Jacqui Smith beibringt.
Auf dem Plakat, das mit einer Startauflage von 10000 Stück produziert wurde, werden die Fingerabdrücke der beiden wegen Identitäts-Diebstahls und Verschwörung gesucht. Angesichts der andauernden Verluste und Abgänge von persönlichen Daten durch Beamte und Behörden des Vereinigten Königreichs, deren Eigentümer sie vermeintlich sicher in den Händen des Staates wähnten, kein unberechtiger Vorwurf. Weiter werden Brown und Smith beschuldigt:
Zur Warnung und Information heißt es weiter auf dem Plakat, dass Brown und Smith "zusammen mit ihren Mitkomplizen und -verschwörern beabsichtigen, sich unter Zwang die Fingerabdrücke unschuldiger Leute zu verschaffen und anschließend die Beute an Arbeitgeber, Banken und die Polizeibehörden zu verteilen", womit die Kampagne auf den Umstand anspielt, dass zahlreiche privaten und staatlichen "Shareholder" per Gebühr Zugriff auf die biometrischen Datensätze erhalten sollen.
Die "Rädelsführer" hätten "deshalb zu lernen, dass unsere Fingeabdrücke nicht Eigentum der Regierung sind". Im Artikel des Guardian kommentierte Phil Booth, einer der Organisatoren von NO2ID, die Aktion: "Nachdem sie den größten Datenverlust in der Geschichte zu verantworten hat, ist die Regierung im Begriff, den größten Identitätsdiebstahl in der Geschichte zu verüben".

Fingerabdruckvorlage von Dr. Wolfgang Schäuble.
Wie der Guradian im Artikel ID card rebels offer £1,000 for Brown's fingerprints berichtet, werden die beiden Datenschutz- und Bürgerrechtsinitiativen NO2ID und die britische Sektion von Privacy International kommende Woche an den Haltestellen der Londoner U-Bahn und in öffentlichen Toiletten "Gesucht werden..." Plakate aufhängen, wie sie von Strafverfolgungsbehörden zur öffentlichen Fahndung von Straftätern verwendet werden. Ähnliche Plakataktionen erfreuen sich schon seit einiger Zeit bei Friedensaktivisten und Datenschützern großer Beliebtheit:

CCC "Fahndung" nach "Datenschutzverbrechern" 2004, Fahndung nach den Kriegsverbrechern Bush und Blair 2003.
Auf dem Plakat, das mit einer Startauflage von 10000 Stück produziert wurde, werden die Fingerabdrücke der beiden wegen Identitäts-Diebstahls und Verschwörung gesucht. Angesichts der andauernden Verluste und Abgänge von persönlichen Daten durch Beamte und Behörden des Vereinigten Königreichs, deren Eigentümer sie vermeintlich sicher in den Händen des Staates wähnten, kein unberechtiger Vorwurf. Weiter werden Brown und Smith beschuldigt:
- rücksichtlos die persönliche Sicherheit aller Bürger wegen der Speicherung der Fingerabdrücke in der zentralen NIR-Datenbank zu gefährden und damit weitere katastrophale Datenverluste zu riskieren.
- mit vorsätzlicher Absicht das Recht auf Eigentum und Kontrolle über biometrische Daten zu unterminieren
- der Verschwörung mit Brüssel und Washington, um den beispielosen Raub persönlicher Daten technisch zu organisieren
- einer schockierenden Scheinheiligkeit, mit der von den Bürgern die Offenlegung aller Details ihres Privatlebens eingefordert wird, während man kriminell die Datenschutzrechte der Bürger und das Recht auf Informationsfreiheit beschädigt
Zur Warnung und Information heißt es weiter auf dem Plakat, dass Brown und Smith "zusammen mit ihren Mitkomplizen und -verschwörern beabsichtigen, sich unter Zwang die Fingerabdrücke unschuldiger Leute zu verschaffen und anschließend die Beute an Arbeitgeber, Banken und die Polizeibehörden zu verteilen", womit die Kampagne auf den Umstand anspielt, dass zahlreiche privaten und staatlichen "Shareholder" per Gebühr Zugriff auf die biometrischen Datensätze erhalten sollen.
Die "Rädelsführer" hätten "deshalb zu lernen, dass unsere Fingeabdrücke nicht Eigentum der Regierung sind". Im Artikel des Guardian kommentierte Phil Booth, einer der Organisatoren von NO2ID, die Aktion: "Nachdem sie den größten Datenverlust in der Geschichte zu verantworten hat, ist die Regierung im Begriff, den größten Identitätsdiebstahl in der Geschichte zu verüben".
von ravenhorst - Owl,
gepostet am Sonntag, 6. April 2008 um 8:25


