Biometrischer ePass 3.0 von Samsung und der Bundesdruckerei
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Heise berichtet in Umweltbewußte Displayhersteller über die Messe der "Society for Information Display" (SID), wo neue Displaytechniken vorgestellt werden. Was dort Samsung SDI und die Bundesdruckerei vorführen, darüber berichtet die Bundesdruckerei in der Pressemitteilung Video im Reisepass.
Zusammen mit Samsung baut die Bundesdruckerei an einer zukünftigen Version der ePässe und ePersos. Die soll wie bei dem vorgeführten Prototyp des "ePass 3.0" eine Datenseite aus einer Polycarbonat-Kunststofffolie erhalten, in die ein nur 700 µm dünnes AMOLED ("Active Matrix Organic Light Emitting Diode") Farb-Display integriert ist, wie es Samsung auch für mobile Spielekonsolen und Handys angedacht hat. Beim Protoypen ist das Display 300 µm dünn.
Wie der RFID Chip soll das Display des neuen ID-Dokuments allein durch die Funkübertragung des RFID-Lesegeräts mit Energie versorgt werden können, so dass keine Batterien im ID-Dokument selbst nötig sind. Zwar gibt es bereits ultradünne Filmbatterien ("Thin Film Batteries") – zum Beispiel von Cymbet, Thin Battery Technologies, Power-ID – die auch passive und semi-aktive RFID Chips mit Ernergie versorgen, aber ihre Lebensdauer liegt bisher nur bei 2 - 3 Jahren und eignen sich noch nicht für ID-Dokumente, die in der Regel bis zu zehn Jahren im Einsatz sind.
Das Farb-Display werde neben der Anzeige von digitalen Stempeln der Grenzbehörden auch "neue Sicherheits-Anwendungen" möglich machen und vor allem das "bewegliche Passbild des Dokumenteninhabers" anbieten.
Was kann das alles bedeuten? Es wird beudeuten, dass sich an so ein Display, sollte es trotz der höheren Kosten verwirklicht werden, automatisch auch eine Verfeinerung und Vergrößerung der biometrischen Identifizierungstechniken anknüpft. Wenn es sich bei dem "beweglichen Passbild" um eine bewegliche 3D-Aufnahme des Kopfes handelt, wird man in Zukunft kein 2D-Passbild verwenden, das als digitale biometrische Schablone im RFID Funkchip gespeichert ist, sondern eine digitale Aufnahme, die durch einen 3D-Scan des Kopfes gewonnen wird.
Genau auf digitale 3D-Aufnahmen des Gesichts und des Kopfes setzen alle Hersteller biometrischer Gesichtserkennungsprogramme und -systeme für zukünftige Generationen als "intelligent" bezeichneter Videoüberwachungskameras, von der sich die Hersteller die Verbesserung der bisher magelhaften Leistungen unter unkontrollierten Bedingungen im Freiland versprechen. Aber nicht nur die Hersteller, sondern auch Sicherheitsbehörden wie das BKA, das nach Abschluss des Projekts "Foto-Fahndung" auf die 3D-Gesichtserkennung als nächstes Etappenziel für eine effiziente Videoüberwachung setzt. Das noch utopische Fernziel, das auch von militärischen Forschungseinrichtungen in den USA angepeilt wird, ist die zuverlässige Erkennung und Identifizierung einer Person in einer Menge mittels biometrischer Gesichtserkennung, intelligenten Hochleistungskameras und dem Abgleich der Aufnahme mit Millionen biometrischer Schablonen in Datenbanken.
Die Anzeige digitaler Stempel, Textinformationen und beweglicher Gesichtsdaten über ein Display bedeutet auch, dass man unweigerlich die Speicherkapazitäten der eingesetzten RFID Funkchips erhöhen müsste, was wiederum Möglichkeiten eröffnet, dass in den Chip noch mehr und zusätzliche Daten und Informationen eingespeichert werden, die man lieber nicht in einem ID-Dokument sehen möchte, dass man ständig mit sich führen muss. Vielleicht auch Angaben zur Gewerkschaftszugehörikeit, zur Gesundheit oder sexuellen Präferenzen, die man bereits jetzt mit amerikanischen Sicherheitsbehörden austauschen will?
Die Bundesdruckerei schreibt zu den neuen Kapazitäten gewollt naiv: "Künftige Dokumente werden in der Lage sein, von sich aus alle zur Authentifikation notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen. Dann müssten die personenbezogenen Daten nicht mehr an spezielle Lesegeräte übermittelt werden, sondern blieben ausschließlich im Dokument und damit in der Hoheit des Dokumenteninhabers".
Zusammen mit Samsung baut die Bundesdruckerei an einer zukünftigen Version der ePässe und ePersos. Die soll wie bei dem vorgeführten Prototyp des "ePass 3.0" eine Datenseite aus einer Polycarbonat-Kunststofffolie erhalten, in die ein nur 700 µm dünnes AMOLED ("Active Matrix Organic Light Emitting Diode") Farb-Display integriert ist, wie es Samsung auch für mobile Spielekonsolen und Handys angedacht hat. Beim Protoypen ist das Display 300 µm dünn.
Wie der RFID Chip soll das Display des neuen ID-Dokuments allein durch die Funkübertragung des RFID-Lesegeräts mit Energie versorgt werden können, so dass keine Batterien im ID-Dokument selbst nötig sind. Zwar gibt es bereits ultradünne Filmbatterien ("Thin Film Batteries") – zum Beispiel von Cymbet, Thin Battery Technologies, Power-ID – die auch passive und semi-aktive RFID Chips mit Ernergie versorgen, aber ihre Lebensdauer liegt bisher nur bei 2 - 3 Jahren und eignen sich noch nicht für ID-Dokumente, die in der Regel bis zu zehn Jahren im Einsatz sind.
Das Farb-Display werde neben der Anzeige von digitalen Stempeln der Grenzbehörden auch "neue Sicherheits-Anwendungen" möglich machen und vor allem das "bewegliche Passbild des Dokumenteninhabers" anbieten.
Was kann das alles bedeuten? Es wird beudeuten, dass sich an so ein Display, sollte es trotz der höheren Kosten verwirklicht werden, automatisch auch eine Verfeinerung und Vergrößerung der biometrischen Identifizierungstechniken anknüpft. Wenn es sich bei dem "beweglichen Passbild" um eine bewegliche 3D-Aufnahme des Kopfes handelt, wird man in Zukunft kein 2D-Passbild verwenden, das als digitale biometrische Schablone im RFID Funkchip gespeichert ist, sondern eine digitale Aufnahme, die durch einen 3D-Scan des Kopfes gewonnen wird.
Genau auf digitale 3D-Aufnahmen des Gesichts und des Kopfes setzen alle Hersteller biometrischer Gesichtserkennungsprogramme und -systeme für zukünftige Generationen als "intelligent" bezeichneter Videoüberwachungskameras, von der sich die Hersteller die Verbesserung der bisher magelhaften Leistungen unter unkontrollierten Bedingungen im Freiland versprechen. Aber nicht nur die Hersteller, sondern auch Sicherheitsbehörden wie das BKA, das nach Abschluss des Projekts "Foto-Fahndung" auf die 3D-Gesichtserkennung als nächstes Etappenziel für eine effiziente Videoüberwachung setzt. Das noch utopische Fernziel, das auch von militärischen Forschungseinrichtungen in den USA angepeilt wird, ist die zuverlässige Erkennung und Identifizierung einer Person in einer Menge mittels biometrischer Gesichtserkennung, intelligenten Hochleistungskameras und dem Abgleich der Aufnahme mit Millionen biometrischer Schablonen in Datenbanken.
Die Anzeige digitaler Stempel, Textinformationen und beweglicher Gesichtsdaten über ein Display bedeutet auch, dass man unweigerlich die Speicherkapazitäten der eingesetzten RFID Funkchips erhöhen müsste, was wiederum Möglichkeiten eröffnet, dass in den Chip noch mehr und zusätzliche Daten und Informationen eingespeichert werden, die man lieber nicht in einem ID-Dokument sehen möchte, dass man ständig mit sich führen muss. Vielleicht auch Angaben zur Gewerkschaftszugehörikeit, zur Gesundheit oder sexuellen Präferenzen, die man bereits jetzt mit amerikanischen Sicherheitsbehörden austauschen will?
Die Bundesdruckerei schreibt zu den neuen Kapazitäten gewollt naiv: "Künftige Dokumente werden in der Lage sein, von sich aus alle zur Authentifikation notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen. Dann müssten die personenbezogenen Daten nicht mehr an spezielle Lesegeräte übermittelt werden, sondern blieben ausschließlich im Dokument und damit in der Hoheit des Dokumenteninhabers".
von ravenhorst - Owl,
gepostet am Dienstag, 20. Mai 2008 um 10:22


