PrivacyBox: sichere Mitteilungen
Die PrivacyBox soll es in erster Linie Journalisten, Bloggern und anderen Publizierenden ermöglichen, eine vorratsdatenfreie (und auch anonyme) Kontaktmöglichkeit für Informanten anzubieten. Sie steht aber auch weiteren Interessierten offen.
Soweit die Theorie, in der Praxis bedeutet dies, daß man sich einer Anmeldung unterziehen muß. Halt Moment, eine Anmeldung? So richtig mit Mail etc.? Nein natürlich nicht, man wählt ein Pseudonym und ein Passwort. Wichtig hierbei ist, das man ein nicht verfängliches Pseudonym nimmt und darüber hinaus ein Passwort das beispielsweise nicht erratbar ist. Eine alphanumerische Kombination mit mehr als acht Zeichen sollte da bei beidem genügen. Darüber ist die Anmeldung mit Tor Pflicht, zwar geht es auch ohne, aber um ein Höchstmaß an Sicherheit zu garantieren gehören diese Dinge einfach dazu.
Danach kann man auch schon bequem mittels Webinterface loslegen, hierbei muß man jedoch beachten, der Betreff wird nicht verschlüsselt, die Nachricht per se wird jedoch vom Server her verschlüsselt. Möchte man letzteres nicht, weil eine eigene Verschlüsselung vorgenommen wurde, so deaktiviert man dies an entsprechender Stelle. Desweiteren muß natürlich GPG konfiguriert werden, das dürfte auch die einzige Hürde darstellen - der Rest ist selbsterklärend, man findet dort jedoch auch Erklärungen zur Vorgehensweise. Der Quellcode ist übrigens auch vorhanden.
Übrigens bietet die German Privacy Foundation noch weitere Webservices an, z.B. um anonyme Mails zu versenden, einen einfach zu benutzenden Tor-Proxy, anonyme News und gar Pakete mit Anon-Software für Debian/Ubuntu. Insgesamt also eine tolle Sache die auch genutzt werden muß und natürlich darf der Support ebenso nicht fehlen. Denn eine derartige Infrastruktur kostet Ressourcen, wie man teils auch beim Zeitaufwand der zu übermittelnden Nachricht feststellen kann.
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