1000000 “Terroristen”
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Die Seite zum Zähler listet weitere Beispiele auf, wer sich alles unfreiwillig auf der Liste wiederfindet. Für die Betroffenen, die nicht so prominent sind wie Mandela, können sich daraus erhebliche Konsequenzen ergeben: Verhöre, Befragungen von Arbeitskollegen und Bekannten, Probleme bei der Ein- und Ausreise, Ermittlung und Durchleuchtung seitens Polizei- und Geheimdienstbehörden, Einstellungsschwierigkeiten bis zum Verlust des Arbeitsplatzes, gesellschaftliche Stigmatisierung, Einfrieren von Vermögen bei Banken und Kreditinstituten bis hin zu Schwierigkeiten, wieder von der Liste geöscht zu werden, um dem Spuk der Spooks ein Ende zu setzen. Nicht nur die USA führt diese "Watchlists", es gibt sie von den Vereinten Nationen, der Europäischen Union und in Deutschland haben wir unsere eigene kleine Anti-Terror-Datenbank.
In Frankreich setzt man laut der futureZone Meldung Datenbank für "potenzielle Störer" mit der "Edvige" (exploitation documentaire et valorisation de l'information générale) Datenbank noch einen drauf, um im Vorfeld der Terror-Beobachtungsliste nach britischem Vorbild alle Personen vom Kindesalter an zu erfassen, aus denen sich später "Terroristen" entwickeln könnten, wenn alles zusammenkracht. Der Präventionsstaat plant eben langfristig und geht systematisch vor.
Anlässlich des zu erwartenden 1000000sten "Neuzugangs" im Juli richtet deshalb die ACLU am 14. Juli ein "Event" aus, um auf die zweifelhafte Sicherheitsmaßnahme der Terror "Watchlists" hinzuweisen.
von ravenhorst - Owl,
gepostet am Donnerstag, 3. Juli 2008 um 10:56

