TrueCrypt und die Abstreitbarkeit
Wie man sieht ist selbst bei TrueCrypt 6 noch nicht alles derart klar wie gerne propagiert, insbesondere Windows, Word & Co machen da schon einmal einen gewaltigen Strich durch die Rechnung.
Auch Word kann laut Schneier sowohl die Verschlüsselung als auch die Abstreitbarkeit aushebeln, wenn die Autosave-Funktion aktiviert ist. Mit einfachen Daten-Wiederherstellungstools war es ihnen möglich, eine im versteckten Ordner bearbeitete Word-Datei zu restaurieren. Ähnlich fatale Folgen kann auch Google Desktop haben, das vielerlei Arten von Dateien indiziert, sobald ein Volume geöffnet ist.
Die Version 5.1 wurde zum Zeitpunkt des Papers untersucht, einiges wurde in Version 6 schon verbessert. Die beste Software nichts also nichts, wenn das Betriebssystem keine vernünftige Basis liefert. Im übrigen ist das mit der Abstreitbarkeit auch so eine Sache, wenn etwas quasi perfekt versteckt ist, erregt es wiederum auch Verdacht betrachtet man denn das gesamte System. Größere Mengen frei liegenden Speichers triggern also entsprechende Vermutung, zudem sind derlei Techniken kein Geheimwissen und somit immer eine Option. Verschlüsselung ist natürlich weiterhin Pflicht, aber auch nur solange man nicht gezwungen wird das Passwort herauszurücken.
Von daher ist es wohl erst einmal besser auf eine sichere Basis zu achten, bevor man sich der Steganographie hingibt und in grenzwertig paranoiden Gefilden entschwindet. Aber die Logik … viele glauben halt immer noch da herrscht ein Automatismus in puncto Sicherheit.
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